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Lübeck Lübecker Autorin macht Bilderbuch als Friedensprojekt
Lokales Lübeck Lübecker Autorin macht Bilderbuch als Friedensprojekt
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20:02 05.06.2019
Soheyla Sadr (48) zeigt ein Bild mit der Königin, der König ist rechts auf dem Buch zu sehen. Quelle: Lena Modrow
Lübeck

In der Lübecker Innenstadt hatte Soheyla Sadr den Mann mit Bart und langen Haaren schon öfter gesehen und wusste gleich: „Das ist mein König.“ Denn die Autorin und Illustratorin arbeitet wieder an einem neuen Buch. Einem Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, in dem es um ein Land geht, das schon von vielen Kriegen gebeutelt war, und nun endlich Frieden finden soll. Ein König und seine Königin spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Das Besondere: Die beiden sind nicht einfach nur gemalt, ihre Gesichter stammen von echten Lübeckern.

Echte Lübecker im Bilderbuch

„Ich bin nach ihnen auf die Suche gegangen“, sagt Soheyla Sadr. „Denn auch wenn die Geschichte utopisch ist, sollte sie es etwas Reales haben.“ Als Kollagen aus Fotos, Gezeichnetem und Aquarellmalerei werden die Illustrationen für die Geschichte am Computer zusammengesetzt. „Auch wenn es natürlich etwas komisch ist, einfach Menschen auf der Straße anzusprechen und zu fragen, ob sie Teil eines Bilderbuchs sein wollen, hat der ‚König‘ sofort zugesagt“, erzählt die gebürtige Hessin, die seit drei Jahren in der Hansestadt lebt.

Bilderbuch als Friedensbotschaft

Die Königin fand Sadr auf einem Kunsthandwerkermarkt. „Ihr Gesichtsausdruck strahlt so viel Frieden und Liebe aus – genau so, wie ich mir das vorgestellt habe“, erzählt sie. Denn in der Geschichte, die den zungenbrecherischen Titel „Frieder, Fiedel, Frieden“ trägt, ist es die Königin, die am Ende dafür sorgt, dass die Waffen schweigen. Wie genau, das wird vorab noch nicht verraten. „Es klingt vielleicht pathetisch, aber bei dem, was momentan in der Welt passiert, möchte man eine Friedensbotschaft heraussenden“, sagt die Autorin.

Crowdfunding soll Projekt finanzieren

Die Geschichte steht schon, die Illustrationen, die die Künstlerin dazu gemacht hat, sind aber erst einmal nur Kostproben. Denn noch sammelt Sadr über die Crowdfunding-Plattform Startnext Geld, um das Werk schließlich drucken zu können. Dass sich viele daran beteiligen und die Menschen lokal in das Projekt eingebunden werden, um Gemeinschaft zu leben, ist Teil des Konzepts. Für eine Szene aus der Geschichte, bei der die Königin zum Volk spricht, sucht Sadr auch noch Statisten, die Teil des Fotos werden wollen, aus dem später die Illustration entsteht.

Unterstützung für das Projekt

Wer Statist für die Szene werden möchte, in der die Königin zum Volk spricht, kann sich für nähere Informationen per E-Mail unter mail@soheylasadr.de direkt an die Autorin wenden.

Der Fototermin soll noch vor den Sommerferien stattfinden.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann das noch bis zum 16. Juni per Crowdfunding tun auf startnext.com/frieder-fiedel-frieden.

Traum vom Musiktheater

Anders als bei ihren vorherigen sieben Büchern, die sie schon veröffentlicht hat, will sie „Frieder, Fiedel, Frieden“ dieses Mal nicht im Verlag herausbringen. Der Lübecker Kilian Andersen Verlag, der auch schon ihren Roman „Flasche“ herausgebracht hat, berät sie zwar in praktischen Fragen zur Veröffentlichung. Aber sie möchte unbedingt, dass die Rechte an der Geschichte bei ihr bleiben, denn die Autorin hat einen Traum: Einmal daraus ein Musiktheater zu machen.

Bis ans Lebensende

Denn das würde eigentlich alles zusammenbringen, was Sadr in ihrem Leben bisher so bewegt hat. Einst arbeitete sie an der Oper, viele Jahre machte sie Musik, sogar eine Ausbildung zur Drehbuchautorin, bis sie dazu kam, Geschichten mit Bildern und Worten zu erzählen. Sadr: „Das würde ich gern bis an mein Lebensende machen.“

Lena Modrow

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