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Lübeck Songwriter Christian Freimuth aus Lübeck veröffentlicht neues Album
Lokales Lübeck Songwriter Christian Freimuth aus Lübeck veröffentlicht neues Album
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06:00 18.04.2019
Singer und Songwriter Christian Freimuth aus Lübeck veröffentlicht neues Album „Klipp & Gefahr“ Quelle: Foto: Lena Modrow
Lübeck

 „Klipp“ sagen Kinder beim Fangenspielen zu dem Ort, an dem sie sicher sind. Aber was ist mit Erwachsenen – könnten die nicht manchmal auch so eine Auszeit gebrauchen? Um Kraft zu tanken und dann wieder selbstbewusst nach draußen treten zu können? Das ist eines der Bilder, mit denen Christian Freimuth (42), Sänger und Songschreiber aus Lübeck, auf seinem neuen Indie-Folk-Album spielt – der Titel lautet passend „Klipp & Gefahr“. Ein Jahr lang wurde es aufgenommen und produziert – doch eigentlich reicht die Entstehungsgeschichte noch viel weiter zurück.

1997 war Christian Freimuth auf einem Konzert des Sängers und Liedermachers Tom Liwa in Münster. Der Gründer der Duisburger Band „Flowerpornoes“ saß damals allein mit der Gitarre auf der Bühne, Geschichten erzählend. „An dem Abend wusste ich, was ich machen wollte“, sagt Freimuth. Musik, klar – das hatte er vorher auch schon getan, doch auf Englisch, nicht mit selbst geschriebenen deutschen Texten.

An denen feilte er in den darauf folgenden Jahren, studierte Literaturwissenschaft und Linguistik, kam als Werbetexter nach Lübeck. Die Stadt zog ihn nicht zuletzt an, weil er auch seine Magister-Arbeit über Thomas Mann geschrieben hatte. In der Hansestadt blieb er hängen; hat hier Frau und zwei Kinder, pendelt regelmäßig nach Schwerin, um als Texter und Konzepter in einer Digitalagentur zu arbeiten. Und macht Musik.

Siebtes Album „Klipp & Gefahr“

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem einschneidenden Konzert-Erlebnis und sechs Veröffentlichungen später hat Christian Freimuth es geschafft: Nicht nur ist sein neues Album „Klipp & Gefahr“ bei einem Hamburger Label erschienen, es steht auch ein weiterer wichtiger Name im Booklet: Tom Liwa. „Das klingt vielleicht pathetisch, aber er ist so etwas wie der Vater meiner Musik“, sagt Freimuth. „Und dem wollte man dann ja auch irgendwie imponieren.“

Das Releasekonzert findet am 18.4. in der Kunsttankstelle statt. Quelle: LN

Den Kontakt zu Tom Liwa hatte Christian Freimuth über einen anderen Künstler schon bekommen, nachdem Freimuths letztes Album „Kraniche“ erschienen war. „Ich habe ihn angerufen und dann haben wir ganz schön lange herumgedruckst“, sagt Freimuth. Lange Gespräche, Besuche mit Spaziergängen am Brodtener Ufer folgten – bis Liwa vorschlug, endlich einmal zusammen Musik zu machen.

Hilfe per Crowdfunding

Im Februar 2017 begannen die Aufnahmen zu „Klipp & Gefahr“ im Lübecker Studio Klangkomplex – zu einer Zeit, in der Tom Liwa gerade sein Album „Ganz normale Songs“ in Hamburg aufnahm – und immer wieder in Lübeck vorbeischaute. „Er kam mit seinem Auto bis oben hin voll mit Instrumenten angefahren – Gitarren, Orgel, Melodica, Leslie-Lautsprecher“, erzählt Freimuth. Und so wurden zu den lyrisch-melancholischen Texten unzählige Gitarren und andere Klang-Details aufgenommen.

62 Personen halfen per Crowdfunding auf den letzten Metern mit, dass aus den Aufnahmen eine CD werden konnte, die nun auch als Download und bei den Streaming-Diensten erhältlich ist. Sozusagen raus aus „Klipp“, rein in die Gefahr. Und Christian Freimuth singt: „Beim Fangenspielen gibt es eine Ecke/ wo niemand einfach ‚Hab dich‘ sagen darf/ Wie schön wär’s, wenn das Leben sowas hätte/ bei Nichtgefangenwerdenwollbedarf.“

Christian Freimuth stellt sein neues Album „Klipp & Gefahr“ am 18. April in der Kunsttankstelle in der Wallstraße vor. Begleitet wird er dabei von Florian Galow am Kontrabass und Tilo Strauß auf der Weissenborn-Gitarre. Los geht es um 20 Uhr, der Eintritt kostet acht Euro.

Lena Modrow

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