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Lübeck Junge Dachdecker helfen beim Klosterbau im Geschichtserlebnisraum
Lokales Lübeck Junge Dachdecker helfen beim Klosterbau im Geschichtserlebnisraum
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14:24 07.11.2019
Fabian Singer (l.) schlägt Mörtel auf jeweils zwei „Nonnen“, Finn Meise verlegt Ziegel, und mit dem Rücken zum Fotografen legt Sverre Kühl „Mönche“ auf. Quelle: Michael Heinze
Kücknitz

Für Michael Heinze, Lehrer an der Landesberufsschule des Dachdeckerhandwerks, ist es eine ganz klare Win-win-Situation: Neun ausgewählte Auszubildende decken für den Geschichtserlebnisraum und dessen großes Projekt unentgeltlich das Dach des Kloster-Refektoriums (Speisesaal der Mönche) und des Dormitoriums (Schlafsaal). „Im Gegenzug erlernen sie alte Techniken, die sie sonst nie lernen würden.“

Neun Lübecker Dachdecker-Azubis arbeiten am Klosterdach im Geschichtserlebnisraum. Dabei wenden sie alte Techniken an.

„Eine schöne Abwechslung“

Die jungen Handwerker, die morgens um 7.45 Uhr von der Außenstelle der Emil-Possehl-Schule im Ausbildungspark Blankensee gen Kücknitz starten, hantieren nämlich mit „Mönch“ und „Nonne“. Wie Heinze, selbst Dachdecker-Geselle, erklärt, sind die „Nonnen“ nach oben gehöhlte Dachziegel, die mit Mörtel gefüllt und von einem „Mönch“ (hier geht die Wölbung nach unten) abgedeckt werden. „Die Jungs haben ihren Spaß“, sagt Lehrer und Betreuer Michael Heinze. Was Auszubildender Nickels Hägermann (22) von der Insel Föhr nur bestätigt: „Das ist eine schöne Abwechslung, eine ganz andere Arbeit, die man sonst nicht so oft macht.“

Dank für Unterstützung

Versorgt werden sie von Frank Thomas und dem Team des Geschichtserlebnisraumes Roter Hahn. „Wir sind unglaublich dankbar gegenüber Petra Jünemann und Michael Heinze, dass sie unser Projekt Klosterbaustelle in dieser Form unterstützt haben“, sagt Frank Thomas. Insbesondere Petra Jünemann, Leiterin der Landesberufsschule, sei es zu verdanken, „dass es uns überhaupt möglich wurde, das Refektorium mit Mönch und Nonne einzudecken“. Denn eigentlich habe man aus Kostengründen Holzschindeln vorgesehen. Doch dann habe sie sich persönlich dafür eingesetzt, „dass wir ein für uns bezahlbares Angebot für die Dacheindeckung bekommen, damit ihre Schüler zumindest einmal in ihrer Ausbildung die Chance bekommen, diese historische Eindeckung vorzunehmen, die ansonsten nur noch im Denkmalschutz Verwendung findet“.

Viele helfen hier mit

Die Firma Schütt habe von Auszubildenden den Keller und die ersten Mauern des Klosters errichten lassen, im Sommer waren Wandergesellen fleißig beim Klosterbau. Generell lebe das Projekt davon, „dass die Stiftungen und viele andere sich in Lübeck engagieren“. Der auf diese Weise ausgebaute Geschichtserlebnisraum sei in seiner Verbindung von Kultur-, Sozial- und Bildungsarbeit europaweit einmalig.

Von Sabine Risch

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