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Lübeck Grüne fordern Extraspur für Radler auf der Puppenbrücke
Lokales Lübeck Grüne fordern Extraspur für Radler auf der Puppenbrücke
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17:51 01.11.2019
Von der Innenstadt auf dem Weg zum Lindenteller müssen Radfahrer sich in den fließenden Autoverkehr über die Puppenbrücke einfädeln. Die Grünen wollen eine Extraspur für Radfahrer. Quelle: Tim Jelonnek
Lübeck

Die Grünen fordern neben dem Bau einer Stadtgrabenbrücke weitere Verbesserungen für Radfahrer. „Auf der Puppenbrücke befinden sich fünf Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr, aber stadtauswärts gibt es dort keinen Radweg“, kritisiert Bürgerschaftsmitglied Axel Flasbarth, „dieser endet kurz vorher im Nirgendwo.“

Zwischen Autos und Bussen in den Verkehr einfädeln

Radfahrer, die aus der Innenstadt kommen und Richtung Lindenteller fahren, müssen ab der Kreuzung Willy-Brandt-Allee/Holstentorplatz auf die Fahrbahn wechseln und müssen beim Einfädeln auf Busse achten. Auch auf dem Lindenteller gebe es keine Spur für Radfahrer. Flasbarth: „Wir fordern daher an diesen beiden neuralgischen Knotenpunkten eigene Spuren und ausreichende Sicherheitsmaßnahmen für den Radverkehr.“

Das fordern die Grünen

Von einer Fahrradstadt sei Lübeck noch weit entfernt, stellen die Grünen in einem Gespräch mit dem Fahrrad-Club ADFC und der kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein (Rad.SH) fest. „Für uns bedeutet Fahrradstadt, dass der Radverkehr eine mindestens ebenso hohe Priorität im Verkehrsmix hat wie der Autoverkehr“, sagt Arne-Matz Ramcke, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen.

Dazu gehöre auch, dass bei mehrspurigen Straßen separate Fahrradspuren in ausreichender Breite vorhanden sind. Der südliche Abschnitt der Travemünder Allee sei ein positives Beispiel. Ramcke: „Davon möchten wir in der Stadt noch viel mehr schaffen.“

Drei tote Radfahrer in Lübeck 2019

Insbesondere die Kreisverkehre rund um die Altstadt, in denen mit Abstand die meisten Unfälle passieren, müssten endlich entschärft werden, fordern die Grünen. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern und Radfahrerinnen sei in Lübeck im vergangenen Jahr auf 598 angestiegen. Im Jahr 2019 habe es bereits drei tödliche Unfälle gegeben und über 20 schwer verletzte Radfahrer. Lübeck hat also keine Zeit zu verlieren.

Die Grünen wollen, dass die Hansestadt der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Rad.SH beitritt. Das werde bislang von der GroKo aus SPD und CDU verhindert, kritisiert Grünen-Politiker Flasbarth.

Von Kai Dordowsky

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