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Lübeck Lübecker Jugendring präsentiert Ferienpass 2019
Lokales Lübeck Lübecker Jugendring präsentiert Ferienpass 2019
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18:19 24.05.2019
Präsentieren den Ferienpass 2019 (v. l.): Heidi Heinacker, Leiterin des städtischen Jugendzentrums Kücknitz, Björn Denker vom Kinder- und Jugendkulturhaus Röhre, Angelika Volkrodt, Geschäftsführerin des „Lüttbecker“, Bürgermeister Jan Lindenau, Joachim Giesenberg, Vorsitzender des Lübecker Jugendrings, Pito Bernet, Geschäftsführer Jugendring. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

„Reisen wie zu Buddenbrooks Zeiten mit dem Traditionssegler ,Krik Vig‘“, „Fledermäusen ein Zuhause geben“ oder die „Hörspiel-Werkstatt der Bücherpiraten“ – wer einen Blick in das über 100 Seiten dicke „Ferienpass 2019“-Heft wirft, wird es schwer haben, sich zu entscheiden. Rund 250 Veranstaltungen an mehr als 500 Terminen in den Sommer- und Herbstferien werden angeboten. „Die Vielfalt ist wieder da“, freut sich Pito Bernet, Geschäftsführer des Lübecker Jugendrings. Dieser wurde vor mittlerweile zehn Jahren von der Hansestadt mit der Herausgabe des Ferienpasses betraut. Er richtet sich an alle Lübecker Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren und kann ab Sonntag auf der Jugendring-Homepage eingesehen werden. Ab Montag ist er dann als Druckversion kostenlos bei allen Sparkassen und an den bekannten Ausgabestellen – wie zum Beispiel der Stadtbibliothek – erhältlich.

Youtube-Workshop mit Influencerin

„Das Heft ist zwar so dick wie beim letzten Mal, aber die Angebotsanzahl ist gesunken“, bemerkt Bernet. Zum einen gebe es die Tendenz, dass die zahlreichen Vereine, Verbände, Firmen und Initiativen ihre Veranstaltungen nicht mehr so häufig wiederholen; zum anderen mache sich auch ein Generationenwechsel bemerkbar. „Zum Beispiel wird nicht mehr der ,Lustige Bastelnachmittag im Gemeinschaftshaus Rangenberg‘ angeboten, der seit 30 Jahren fester Bestandteil unseres Programmes war. Die Verantwortlichen sind inzwischen in einem zu hohen Alter angekommen“, fasst er zusammen. Auffällig sei dafür nun aber eine noch größere Themenfülle. Er nennt dafür beispielhaft den Youtube-Workshop in der Stadtbibliothek mit Influencerin Jennifer Arp am 1. Juli.

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Assistenz möglich

In Kooperation mit dem Verein Mixed Pickles wird wieder die Ferienpass-Assistenz angeboten, so dass auch Kinder und Jugendliche mit einem Handicap teilnehmen können. Außerdem sind Veranstaltungen aufgelistet, die vergünstigt über den sogenannten Aktiv-Pass abgerechnet werden können. „Dadurch erhoffen wir uns, dass mehr Kinder aus ökonomisch benachteiligten Verhältnissen teilhaben können“, klärt der Geschäftsführer des Jugendrings auf. Ferienpass-Partner sind diesmal die Arbeitskreise „Frauen unterstützen Mädchen“ und „Männer für Jungs“, die an der Verbesserung der geschlechtergerechten Jugendarbeit arbeiten. Die Arbeitskreise stellen in der Heftmitte auf vier Seiten ihr Engagement vor und weisen auf spezielle Angebote hin.

Stadt will ab 2020 mehr mitmischen

Die Hansestadt hat dem Jugendring erneut im Rahmen eines Budgetvertrages knapp 30 000 Euro für die Herausgabe des Ferienpasses zur Verfügung gestellt; in der Summe enthalten sind 8000 Euro direkte Zuschüsse für die Veranstalter, um die Preise günstiger gestalten zu können. Nach den Worten von Pito Bernet ist die Nachfrage ungebrochen hoch – es gebe Jahr für Jahr nur eine Handvoll abgesagter Veranstaltungen, weil sie die Mindestteilnehmerzahl nicht erreichen. „Daher finde ich unser städtisches Engagement nach wie vor absolut zeitgemäß“, betont Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). Und er macht sich dafür stark, dass beim „Ferienpass 2020“ noch mehr städtische Institutionen mitmischen. „Wir wollen in Zukunft präsenter sein und Kindern mehr den Blick hinter die Kulissen ermöglichen, bei den Entsorgungsbetrieben, der Feuerwehr, Theater, dem Holzhof und so weiter“, verspricht Lindenau. „Das ist spannend und dient der Berufsorientierung.“

Michael Hollinde