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Lokales Lübeck Lübeck: Die kleinen Tüftler aus der Forscher-Kita
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20:12 13.09.2019
„Ich zeige den Kleineren, wie es geht“: Mia (6) und Jayden (2) erzeugen Orkane im Wasserglas. (Vorstand "Haus der kleinen Forscher") Quelle: Friederike Grabitz
St. Lorenz Nord

Die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen, ist für die sechsjährige Mia kein großes Ding. Sie nimmt zwei farbige Scheiben und steckt sie in den Schlitz oberhalb der Brillengläser. Außer Rosa gibt es auch Blau und Gelb, aber wo ist das grüne Glas? Da hat Mia eine Idee und probiert die beiden Farben zusammen aus. Na also, Grün.

Mia ist stolz, schon ein Vorschulkind zu sein. Das Mädchen zeigt den Jüngeren gern, wie die Farbenbrille funktioniert. Sie ist in der „Tüftlerbande“, der Gruppe für die Drei- bis Sechsjährigen der „Forscherkita Spielen und Lernen“ in St. Lorenz Nord. Für ihr naturwissenschaftliches Engagement bekam die Kindertagesstätte des Kinderschutzbundes jetzt die Zertifizierung der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ verliehen. Zur Feier des Tages bauten die Erzieherinnen einen Experimentier-Parcours auf, zu dem auch die farbigen Brillen gehörten. Außerdem konnten die Kinder hier eine selbst gebaute Hydraulik ausprobieren, einen Wirbelsturm in einem Wasserkrug erschaffen oder mit Hammer und Nägeln einen Düsenflieger bauen.

Die Kita des Kinderschutzbundes unterstützt den Forscherdrang der Kinder.

Natürlichen Forscherdrang der Kinder fördern

Forschen und Experimentieren gehört in der Kita zum Alltag. Dafür besuchen die Erzieherinnen regelmäßig Fortbildungen zu Themen wie „Experimente mit Magnetismus in der Kita“, die die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ kostenlos anbietet. Deren Philosophie: Kinder sind wegen ihrer Neugierde von Natur aus Entdecker. „Wird dieser Forscherdrang gefördert, entwickelt sich daraus auch ein Interesse für die MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, sagt Matthias Isecke-Vogelsang. Der ehemalige Leiter der Gotthard-Kühl-Schule gehört zum Vorstand des Vereins und gratulierte den Kita-Mitarbeiterinnen persönlich.

An der Zertifizierung hatten Kita-Leiterin Britta Raddatz und ihr Team seit 2015 gearbeitet. Gemeinsam mit den Kindern entwickelten sie naturwissenschaftliche Projekte, etwa zum Thema „Mein Körper“, „Licht und Schatten“ oder „Wasser“. Eines Tages fragten die Kinder, wie eigentlich eine Toilette ohne Wasserspülung funktioniert, und sie begannen, sich mit dem Alltagsleben in früheren Zeiten zu beschäftigen.

„Ein echter Leuchtturm“

„Dass viele der Themen von den Kindern kommen, stärkt ihren Selbstwert“, betont Andrea Baum, Netzwerkkoordinatorin der Stiftung. Die Forscherkita sei für die Stiftung „ein echter Leuchtturm“, sagt sie. „Die Kitas müssen viel leisten, um die Auszeichnung zu bekommen.“ Die Zertifizierung sei viel Arbeit gewesen, bestätigt Kitaleiterin Raddatz – und es habe sich gelohnt. Vielleicht haben dabei ja nicht nur die Kinder viel gelernt über Magnetismus, Toiletten und rosarote Brillen.

Von Friederike Grabitz

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