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Lübeck Lübecker Spielplatz: Die Kletterwand hinter dem Bauzaun
Lokales Lübeck Lübecker Spielplatz: Die Kletterwand hinter dem Bauzaun
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15:54 12.07.2019
Anwohnerin Dorothea Behling versteht die Welt nicht mehr: Das neue Spielgerät ist eingezäunt. Quelle: Rüdiger Jacob
Schlutup

 Eine Gruppe Kitakinder zieht zusammen mit zwei Erziehern über den städtischen Spielplatz in Schlutup. Nur durch einen Bauzaun können sie eine Kletterwand, eine Hängebrücke, ein Gerät zum Balancieren und andere tolle Sachen sehen. Spielen können sie damit nicht. Und das versteht Anwohnerin Dorothea Behling nicht.

Stadt investiert 100 000 Euro in Spielplätze

Die 72-Jährige, die seit 1981 in Schlutup wohnt, hat von ihrem Balkon aus einen direkten Blick auf den Spielplatz zwischen Kampstraße und Roggenort. Derzeit ist da nicht viel los. Nur ein Sandkasten, eine Rutsche und ein kleines Spielgerät stehen zum Toben bereit. Dabei könnte die Welt spielender Kinder hier so schön sein: „Nach Ostern stand in der Zeitung, die Stadt Lübeck habe 100 000 Euro in die Runderneuerung dreier Spielplätze investiert“, sagt die LN-Leserin. Aufgestellt wurden unter anderem eine Kletterwand, eine Hängebrücke, und andere Spielgeräte zum Turnen. Sogar der Boden wurde so angelegt, dass herunterfallende Kinder auf keinen harten Untergrund prallen können. „Etwa zwei Wochen danach hatten die Kinder auch die Möglichkeit, das schöne, nagelneue Spielgerät auszuprobieren“, sagt die Anwohnerin.

Ein Zaun um den Spielplatz

Dann kam der Tag, den die Schlutuperin noch gut in Erinnerung hat. „Am Tag vor Himmelfahrt wurde die ganze neue Spieloase eingezäunt“, sagt Behling. „Und seit dem tut sich da nichts. Gar nichts!“ Kein Schild, kein Hinweis erklärt die Absperrung. Auch Anfragen bei Kommunalpolitikern brachten Behling keinen Aufschluss darüber, warum das neue, hochwertige Spielgerät jetzt eingezäunt ist.

Seit Himmelfahrt tut sich am Spielplatz nichts

„Das sind doch wirklich optimale Geräte“, sagt Behling. „Hier war richtig Leben“, sagt die Frau, die zunächst angenommen hatte, der hohe Bauzaun sei vielleicht wegen der Feierlichkeiten am Himmelfahrtstag aufgestellt worden. Weit gefehlt. Seither tue sich nichts. „Wir haben in unmittelbarer Nähe zwei Kindertagesstätten. Warum jetzt der Zaun, dazu noch in den Sommerferien?“, fragt sich die Anwohnerin. „Es gibt vielleicht Eltern, die sich keinen Urlaub leisten können, und deren Kinder jetzt hier allenfalls ihre Nasen durch den Zaun stecken können.“

Stadt sieht Klärungsbedarf bei Fallschutz

Von der Stadt Lübeck heißt es: „Der Kinderspielplatz wurde kürzlich grundüberholt. Es besteht derzeit noch Klärungsbedarf bezüglich der Fallschutzeigenschaften des verwendeten Fallschutzmaterials bei der neuen Balancier- und Kletterkombination“, so Hansjörg Wittern, stellvertretender Pressesprecher. „Aus Verantwortung gegenüber unseren kleinen Spielplatznutzern kann das neue Spielgerät erst freigegeben werden, wenn uns alle Ergebnisse hierzu vorliegen“, so Wittern. Wann das sein wird, teilte die Stadt nicht mit.

Rüdiger Jacob

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