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Lübeck Stiftungsvorstände als Eventmanager
Lokales Lübeck Stiftungsvorstände als Eventmanager
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13:34 16.11.2019
Dr. Arno Probst und Michael Freiherr von Tettau verordnen der Stiftung Haus Hansestadt Danzig einen neuen Kurs. Quelle: Marian Prill
Lübeck

Stellen Sie sich einen Augenblick mal vor, Sie wären Stiftungsvorstand und würden Verantwortung für die Stiftung Haus Hansestadt Danzig übernehmen, die in der Engelsgrube 66 zuhause ist. Dann wären Sie nun per Satzung und Gesetz dazu angehalten, so zu wirtschaften, dass sich das Stiftungsvermögen vermehrt. Die Überschüsse könnten Sie nutzen, um kulturellen Nutzen zu stiften. Bedingung und die große Herausforderung in dieser Zeit: Das Vermögen darf nicht schrumpfen oder noch schlimmer: sich verflüchtigen.

Neue Geschäftsmodelle sollen Stiftungen helfen

Heute, in Zeiten der Niedrigzinspolitik, in der es von den Banken kaum oder kein Geld mehr dafür gibt, wenn man ihr das eigene Geld leiht, müssen neue Geschäftsmodelle her, um Stiftungen auf Kurs zu halten. Vor dieser Herausforderung stehen auch Michael Freiherr von Tettau und Arno Probst. Sie kümmern sich in ihren Rollen als Vorstandsvorsitzender und stellvertretender Vorstandsvorsitzender tatsächlich um die Geschicke des altehrwürdigen Hauses in der Engelsgrube. Ihre Idee: Die Liegenschaft, die Anfang der 80er Jahre vom Danziger Förderkreis e. V. erworben und restauriert wurde, als Eventplattform anzubieten. Und das kann gelingen, wenn man vormacht, wie das aussehen kann. So luden von Tettau und Probst zum 1. Lübeck-Danziger Europa-Dialog ein, der am Freitag stattfand. Thema: „Maritime Wirtschaft - künftige Rolle für Europa in wirtschaftspolitisch herausfordernden Zeiten.”

Klicken Sie hier auf die Bilder von der Veranstaltung im Museum in der Engelsgrube 66.

Experten diskutieren auf dem Podium

Auf der einen Seite saßen 40 geladene Gäste, die den Vorträgen und der Podiumsdiskussion lauschten. Zunächst hatte Norbert Brackmann (MdB) als Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft Impulse ins Publikum gesendet. Anschließend wurde diskutiert. Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft, Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltwirtschaftsInstituts, Lars Schöning und auch Norbert Brackmann erörterten die Herausforderungen in der Ostsee-Region. Moderiert wurde der sprichwörtliche Blick über den Tellerrand von Arno Probst. Nach Fragen aus dem Publikum und einem kräftigen Applaus stärkten sich Diskutanten und Publikum bei Speis’ und Trank. Die Fortsetzung des 1. Lübeck-Danziger Europa-Dialogs, der auch andere europäische Themen beleuchten wird, ist nach Aussagen von Michael Freiherr von Tettau und Arno Probst sicher. “Wenn hier jemand mit 50 Leuten in kultivierter Atmosphäre Geburtstag feiern möchte, ist das denk- und machbar”, sagt Arno Probst.

Von Marian Prill

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