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19:06 26.06.2019
Dozentin Susanne Tolkmitt mit Wilma unterrichtet (v. l.) Sven-Christian Stehmeier, Dominique Grimm, Silja Brecht und Nele Harms. Quelle: Michael Hollinde
Kücknitz

Chihuahua-Welpe Wilma schaut noch ein bisschen unsicher in die Runde; aber die wenige Wochen alte Hündin weiß genau, dass ihr trotz so vieler unbekannter Gesichter und Gerüche auf dem Arm von Susanne Tolkmitt nichts passieren kann. Die erfahrene Tierpädagogin kennt sich mit kleinen, schutzbedürftigen Wesen aus. Das erste Mal bietet sie nun – sie ist auch in Schulen und Kindergärten unterwegs – eine tierschutzpädagogische Fortbildung für angehende Erzieherinnen und Erzieher an, und nichts liegt dabei näher, als direkt zu Maus, Hase, Hund und Co. zu gehen, ins Tierheim in den Resebergweg 20.

Kurs auf Anhieb überbucht

„Der Bedarf an so einem Fortbildungsangebot ist auf jeden Fall gegeben – auch bundesweit. Eigentlich wollte ich die Teilnehmerzahl auf 15 begrenzen, doch nun sind bei der Premiere schon 17 Interessierte dabei“, erklärt die erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Lübeck und Umgebung. Schon seit längerer Zeit kooperiere sie mit der Fachschule für Sozialpädagogik im ostholsteinischen Lensahn, und zusammen mit einer Lehrkraft seien dann die Kursinhalte entwickelt worden. „Und in den Vorjahren waren die jungen Leute immer nur einen einzigen Tag bei uns; jetzt ist es eine knappe Woche, so dass dabei 24 Seminarstunden herausspringen “, erläutert sie.

Erzieher sind Multiplikatoren

Worum geht es? Der nächsten Generation soll so früh wie möglich, also schon in der Kita, ein respektvoller Umgang mit Tier und Natur beigebracht werden. Und wie man ihnen dies am besten vermittelt, lernen die zukünftigen Erzieher, die mal als Multiplikatoren fungieren, in diesen vier Tagen. „Wir behandeln zum Einstieg die allgemeinen Aspekte des Tierschutzes und gehen dann inhaltlich zu den einzelnen Tiergruppen wie Vögel, Nagetiere sowie Hund und Katze über“, erläutert Susanne Tolkmitt. Auch Wildtiere sowie Tiere in der Landwirtschaft und alltägliches Konsumverhalten der Menschen würden behandelt.

Kommunikation mit Tieren

Denn während das Haustier meist gehegt und gepflegt wird, ist man sich oft nicht bewusst, dass die sogenannten Nutztiere, die der Lebensmittelproduktion dienen, häufig unter katastrophalen Bedingungen leben müssen. Wilma hat sich unterdessen in der Runde akklimatisiert. Dass Kinder und Tiere grundsätzlich gut harmonieren, wisse man. „Aber den Kindern muss nahegebracht werden, wie beim Zusammentreffen Kommunikation abläuft, wie man zum Beispiel auf einen Hund zugeht, wie man ihn streicheln sollte“, sagt Tierpädagogin Tolkmitt zu den Teilnehmern.

Viel Wissen und viele Anregungen

Dieser praxisnahe Ansatz sei total hilfreich, resümiert die 21-jährige Nele Harms. Und ihre Nachbarin Silja Brecht, 25 Jahre alt, aus Lübeck sagt: „Ich habe selbst schon ganz viel gelernt über Kleintierhaltung, dass zum Beispiel Plastikspielzeug nichts mit tiergerechter Haltung zu tun hat. Oder dass Badehäuser und kleine Spiegel für Wellensittiche totaler Unsinn sind.“ Dominique Grimm, der ebenfalls ein Heimspiel hat, lobt: „Man nimmt hier sehr viel Wissen wie auch Anregungen für die spätere berufliche Tätigkeit mit.“ Und Sven-Christian Stehmeier aus Eutin will, wenn er mal als Erzieher in Lohn und Brot steht, auf jeden Fall mit dem nächstgelegenen Tierheim kooperieren.

Sommerfest am Sonntag, 7. Juli

Am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 16 Uhr veranstaltet der Verein Tierschutz Lübeck und Umgebung wieder ein Sommerfest auf dem Gelände des Tierheims. Die Besucher erwartet ein buntes Programm – mit Kinderaktionen und Infoständen. Außerdem locken eine Tombola sowie ein Flohmarkt. Teil des Programmes ist auch ein Interview mit der Landestierschutzbeauftragten Katharina Erdmann (Info: www.tierschutz-luebeck.de).

Michael Hollinde

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