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Lübeck Lübecker Schülerin gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen
Lokales Lübeck Lübecker Schülerin gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen
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16:43 22.05.2019
Anna Krauß (16) von der Thomas-Mann-Schule in Lübeck hat den ersten Platz belegt. Quelle: Krankenkasse
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Lübeck

Anna Krauß (16) aus Lübeck hat den landesweiten DAK-Plakatwettbewerb gegen das sogenannte Komasaufen bei Jugendlichen gewonnen. Die Schülerin der Thomas-Mann-Schule setzte sich gegen mehr als 700 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein durch. Mit den anderen Landessiegern wurde sie jetzt in Kiel geehrt. Der Sonderpreis „Jüngere Künstler“ geht ebenfalls nach Lübeck. Diesen erhielten Anna Engelhard (13) und Cindy Huang (13) vom Katharineum zu Lübeck. Unter dem Motto „bunt statt blau“ beteiligten sich im Frühjahr bundesweit fast 9000 Schüler am Wettbewerb.

Das Siegerplakat von Anna Krauß (16) von der Thomas-Mann-Schule in Lübeck. Quelle: DAK-Gesundheit

Hauptpreis für Anna Krauß

„Es ist mir wichtig, zu zeigen, dass es immer eine Alternative gibt“, sagt Anna Krauß über ihr Siegerplakat. Sie habe darstellen wollen, dass man nie andere Menschen, zum Beispiel Freunde, für exzessiven Alkoholkonsum verantwortlich machen könne. „Die Entscheidung trägt jeder Jugendliche für sich selbst“, betont die Schülerin, die mit ihrer Arbeit den Hauptpreis von 300 Euro gewonnen hat. Der zweite Platz ging an Mattis Margenberg (17) und Richard Eggers (16) vom Gymnasium Altenholz. Den dritten Rang belegt die 15-jährige Marina Jensen vom Alten Gymnasiums in Flensburg.

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Sonderpreis für Schülerinnen des Katharineums

Anna Engelhard (13) und Cindy Huang (13) vom Katharineum zu Lübeck, die den Sonderpreis erhalten haben, betonen ebenfalls die negativen Folgen des Rauschtrinkens. „Es ist wichtig, sich gegen den Missbrauch von Alkohol bei Jugendlichen zu engagieren, weil sie gerade in der Entwicklungsphase, also auf dem Weg zum Erwachsenwerden sind“, so Anna Engelhard. Cindy Huang pflichtet bei: „Alkohol löst keine Probleme, sondern verstärkt diese nur.“ Ihr Bild stelle Jugendliche dar, die gerade „erblühen“. Sie hätten an Blumen gedacht, „die sich von einem kleinen Korn in eine Blume entwickeln“, so die Mädchen. Die Farbe Blau stehe für den Alkohol. Das Bunte stehe für das Leben.

Gewinner des Sonderpreises „Junge Künstler“: Cindy Huang (13, links) und Anna Engelhard (13). Quelle: DAK-Gesundheit

100 000 Teilnehmer seit 2010

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es seit zehn Jahren. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 100 000 Schüler an der Aktion teilgenommen. Dominik Völk, Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium, sagt: „Durch den Wettbewerb beschäftigen sich die Jugendlichen selbstständig mit dem Thema und lernen voneinander über die negative Wirkung für die Gesundheit – gerade für junge Menschen.“ Rauschtrinken löse keine Probleme, sondern schaffte welche, so Völk.

Komasaufen ist gefährlich

2017 kamen nach aktueller Bundesstatistik 21 721 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In Schleswig-Holstein ist nach Angaben der DAK-Gesundheit die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen (681) gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen.

„Es ist bedauerlich, dass sich der positive Trend aus 2016 in Schleswig-Holstein nicht fortgesetzt hat“, sagt Dominik Völk. „Wir dürfen in unserem Engagement nicht nachlassen: Kinder und Jugendliche müssen so gestärkt werden, dass sie selbst erkennen, dass sinnloses Betrinken weder cool noch schlau ist.“ Dominik Völk vertritt hier Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP), der Schirmherr der Aktion im nördlichsten Bundesland ist.

Rauschtrinken im Jugendalter: viele Alkoholvergiftungen

Laut Cord-Eric Lubinski, Leiter der DAK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, machen die Plakate auch im zehnten Jahr der Präventionskampagne deutlich, „dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken“. „Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Das sehen wir an der hohen Anzahl von Alkoholvergiftungen.“

Informationen zum Wettbewerb gibt unter dak.de/buntstattblau.

Cosima Künzel

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