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Lübeck Lübecks Klo-Kätzchen: Amt geht von Unfall aus
Lokales Lübeck Lübecks Klo-Kätzchen: Amt geht von Unfall aus
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10:38 18.08.2019
Der kleine Kater, der am Sonnabend in einer Toilette gefunden wurde. Quelle: Privat
St. Lorenz Nord

Am Sonnabend fand Anna Schulz (Name geändert) ein Kätzchen in ihrer Toilettenschüssel und brachte es ins Tierheim. Das Veterinäramt der Hansestadt entschied daraufhin, das Kätzchen dem ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Bei einigen Tierfreunden hat diese Entscheidung Ratlosigkeit und Ärger hervorgerufen.

Auf der Facebook-Seite der LN äußerten sich viele Leser zu dem Thema. Heike R. schrieb: „Da kann man nur hoffen, dass es ein Unfall war und keine Absicht...“ Von einer „fragwürdigen Entscheidung“ schrieb Stefanie R. Stefanie K. empfand die Entscheidung sogar als „absolute Frechheit“.

Die Tierheim-Mitarbeiter reagieren irritiert...

Gepostet von Lübecker Nachrichten Online am Donnerstag, 15. August 2019

Veterinäramt: Katze „einfach ausgebüxt“

Beim Veterinäramt geht man von einem Unfall aus: „In diesem Fall ist die kleine Katze aus einem gesunden und wohlernährten Welpen-Bestand tatsächlich einfach ausgebüxt“, teilte die Behörde auf LN-Anfrage mit. Die Besitzer der Katze wohnen nach Angaben des Amts im Erdgeschoss, also unterhalb der Wohnung, in der sie gefunden wurde.

Deshalb hält das Veterinäramt es für unmöglich, dass das Kätzchen in der Toilette entsorgt worden sein könnte: „Dass das Kätzchen durch das Abflussrohr gekommen ist, ist auszuschließen.“

Finderin: Türen immer geschlossen

Die Tierexperten vermuten: „Es muss eine Tür zu der Wohnung, in der das Kätzchen gefunden wurde, offen gestanden haben, so dass es sich dahin unbemerkt verirrte.“ Offenbar soll das Tier aus Neugier die Wohnung der Besitzer verlassen haben.

Wie das Tier in die Toilette geraten ist, erklären sich die Veterinäre ähnlich. „Wahrscheinlich hat auch hier die Neugier gesiegt, in die in dem Moment offen stehende Toilette zu sehen, und dann ist sie unglücklich hineingefallen.“

Die Finderin Anna Schulz hält das für ausgeschlossen. „Die Badezimmertür ist immer geschlossen“, sagt sie. Auch Badezimmerfenster und Klodeckel seien zu gewesen.

Tierwohl an erster Stelle

Auch zu dem Vorwurf, dass es den Besitzer nur nachlässig geprüft habe, nimmt das Veterinäramt Stellung: „Grundsätzlich wird solchen Fällen natürlich intensiv nachgegangen, die Veterinäre sind da sehr sensibel und schauen sich die Situation ganz genau an. Es wird hier keine willkürliche Entscheidung getroffen, sondern das Tierwohl steht immer an erster Stelle!“ Für alle Katzenwelpen sind laut Veterinäramt bereits neue Besitzer gefunden, also werden sie, wenn die Zeit der Abnabelung kommt, alle zu neuen Besitzern umziehen.

Auch wenn das Amt zu seinen Gunsten entschieden hat: Wie die LN aus dem Tierheim erfuhren, hat der Besitzer das Kätzchen am Freitag bis zum Ende der regulären Öffnungszeit nicht abgeholt.

Von Max von Schwartz

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