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Lübeck Umfrage unter Lübeckern: Kann Lübeck mehr als Tourismus und Marzipan?
Lokales Lübeck Umfrage unter Lübeckern: Kann Lübeck mehr als Tourismus und Marzipan?
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17:51 14.05.2019
Wie ist es um den Wirtschaftsstandort Lübeck bestellt? Das möchte die Wirtschaftsförderung von den Lübeckern wissen. Quelle: Timon Ruge
Lübeck

Alle zwei Jahre lässt die Wirtschaftsförderung eine Umfrage des Innofact-Institutes erstellen. „Young Professionals“ zwischen 25 und 29 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet bewerten anhand von Fragen zu fünf Themenbereichen den Wirtschaftsstandort Lübeck von außen. „Jetzt möchten wir allen Lübeckern diese Fragen stellen“, sagt Dario Arndt (52), Prokurist der Wirtschaftsförderung.

Was bietet Lübeck in vielen Bereichen?

Der wichtigste Aspekt sei: Ist Lübeck mehr als Tourismus und Marzipan? Weitere Fragen sind: Wie nehmen die Einheimischen aller Altersgruppen beispielsweise das Bildungs- und Forschungsniveau der Hansestadt wahr? Welche Chancen der beruflichen Weiterbildung bietet die Stadt? Wie sieht es mit der Verkehrs-Infrastruktur und Investitionsmöglichkeiten aus? Es geht aber auch um Familienfreundlichkeit, die kulturelle Vielfalt und die Freundlichkeit der Bewohner.

Dario Arndt (l.) und Lucas Braun schauen sich Ergebnisse aus dem Masterplan 2025 an. Jetzt startet die Wirtschaftsförderung die Umfrage unter Lübeckern. Quelle: Sabine Risch

Hoffnung auf große Beteiligung

„Wir wünschen uns eine große und breite Befragung“, erklärt Arndt, der hofft, dass mindestens 1000 Lübecker aller Altersgruppen sich beteiligen. Anschließend soll das Ergebnis verglichen werden mit dem der aktuellen Bundes-Umfrage, die ebenfalls gerade startet. Wobei die dort befragte Altersgruppe 25 bis 39 gesondert betrachtet werden soll.

Nach einer ersten Auswertung sollen Bürgermeister Jan Lindenau und Wirtschaftssenator Sven Schindler (beide SPD) über die Ergebnisse informiert werden und später natürlich auch die Öffentlichkeit.

„Es gibt zu viele Einzelkämpfer“

„Es geht um Standortentwicklung und gezieltes Standortmarketing“, sagt Arndt, „als Wirtschaftsförderung sehen wir uns da in der Pflicht.“ Bisher habe jeder „sein eigenes Ding gemacht“. Arndt: „Es gibt in Lübeck kein gemeinsames Ziel, keine Vision. Es gibt zu viele Einzelkämpfer. Wir müssen mehr Partner mit ins Boot holen.“

Als positives Beispiel für eine Stadt mit Masterplan und guter Außendarstellung nennt Betriebswirt Arndt die Stadt Freiburg im Breisgau, mit der man in gutem Austausch stehe.

Hoffnung auf positive Entwicklung

Ganz finster sieht er allerdings die Situation in Lübeck auch nicht. „Es gibt eine leichte Aufbruchstimmung, die Risiko-Aversion von früher gibt es nicht mehr.“ Als positive Beispiele nennt er den Campus/Hochschulstadtteil und das Energiecluster Digitales Lübeck – „ich war überrascht, wie schnell das aus dem Boden gestampft wurde.“ Paradebeispiel für Zusammenarbeit in Lübeck sei jedoch der Kampf um Lübecks Uni im Frühsommer 2010 gewesen: „Da ist erstmals ein Ruck durch die Stadt gegangen, alle sind in die selbe Richtung gerudert.“

Insgesamt, so der Prokurist der Wirtschaftsförderung, könnte die Zusammenarbeit vieler „noch mehr Fahrt aufnehmen“. Aber: „Dafür brauchen wir zunächst einmal belastbare Fakten.“ Und die sollen mit der Umfrage geschaffen werden.

Umfrage startet sofort

An der Umfrage können die Lübecker ab sofort teilnehmen. Sie soll auch über die sozialen Medien der Wirtschaftsförderung laufen. Wer kein Internet hat und trotzdem mitmachen möchte, kann unter Telefon 0451/7065522 bei Lucas Braun die Fragebögen anfordern.

Auswertung nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien soll die Umfrage zunächst im Hause der Wirtschaftsförderung analysiert werden – in Zusammenarbeit mit dem Bereich Angewandte Wirtschaftswissenschaften der Technischen Hochschule und Prof. Karen Cabos. Dario Arndt: „Wir arbeiten zwar mit den Antworten, die wir bekommen. Aber wenn es 1000 oder mehr wären, wäre die Umfrage belastbarer.“

Sabine Risch

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