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Lübeck Lübecks erstes Solarboot ist fertig
Lokales Lübeck Lübecks erstes Solarboot ist fertig
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18:47 14.05.2019
Tauften das Solarboot mit Sekt auf den Namen „Marie Ampère“: Vorsitzender Norbert Franke und Taufpatin Sandra Albert. Quelle: Sobootia
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Statt Diesel – denn auch ein Katamaran mit 48 Quadratmetern Segelfläche braucht einen zusätzlichen Antrieb – hat die „Marie Ampère“ nun nur noch Sonne im Tank. Auf dem Gelände des Lübecker Motorboot-Clubs (LMC) an der Lachswehr fand am Wochenende die Taufe des ersten Lübecker Solarboots statt.

Keine Fahrten zur Tankstelle

„Mit dem Einbau des zweiten Elektromotors ist es ein 100-Prozent-Solarboot“, sagte Vorsitzender Norbert Franke bei der Taufzeremonie. Patin und Vorstandsmitglied Sandra Albert freute sich, dass jetzt statt Diesel nur noch Sonne getankt wird und dankte allen Aktiven, Vereinsmitgliedern, Kooperationspartnern und Investoren für die Beteiligung an diesem Zukunftsprojekt. „Statt bisher 48 Quadratmetern Segelfläche und zwei Dieselmotoren haben wir jetzt 13 Quadratmeter ,Solarsegel‘ und zwei Elektromotoren mit Batterien. Zur Tankstelle fahren wir nicht mehr.“ Den Namen „Marie Ampère“ hat das Boot nach dem Physiker André-Marie Ampère erhalten.

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Statt der 48 Quadratmeter Segelfläche hat die „Marie Ampère“ jetzt 13 Quadratmeter „Solarsegel“. Quelle: Sobootia

Hinter den Aktiven des Vereins liegt mehrjährige Arbeit: Auf das Dach wurden Fotovoltaik-Module gebaut. Akkus speichern die Sonnenenergie. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie Mobilität auf dem Wasser sauber, leise und ohne fossile Brennstoffe funktioniert“, ist Jochen Brumm, einer der Aktiven, begeistert.

Bildungsarbeit an Bord

Der gemeinnützige Verein lädt künftig zu Besichtigungen und Testfahrten ein, „denn auf unserem Solarboot lässt sich in besonders anschaulicher Weise die Funktionsweise erneuerbarer Energie erlernen und erleben“, sagt Sandra Albert. Wer Interesse hat, das Boot und die Technik kennenzulernen, kann sich auf der Internetseite www.solarboot-initiative.de zu einer Probefahrt anmelden. Eigene Erfahrungen sollen auch durch Bildungsarbeit verbreitet werden, für Schulklassen bietet der Verein Projektarbeit an. „Wir möchten dazu beitragen, das Reisen auf dem Wasser wieder nachhaltig und klimaverträglich zu machen“, sagt Franke.

Sabine Risch

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