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Lübeck Marli-Hof hat dreifachen Grund zum Feiern
Lokales Lübeck Marli-Hof hat dreifachen Grund zum Feiern
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21:16 28.04.2014
Axel Willenberg (v. l.) pflanzt mit Gabriele Hiller-Ohm, Isa Rohwedder mit Nichte Leela, Nadine Peters und Peter Reusch den Baum. Quelle: Malzahn
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Ein Jubiläum kommt selten allein. Und so hatte der Marli-Hof gleich drei Gründe zu feiern: Der Hof beging seinen zehnten Geburtstag, feierte zudem das 15-jährige Jubiläum des Ambulant betreute Wohnens (AbW) — und die Marli GmbH nahm mittlerweile zum neunten Mal am Internationalen Tag des Baumes teil.

Im Ambulant betreuten Wohnen werden 130 Menschen mit Behinderung unterstützt. Sie werden bei Arztbesuchen und Behördengängen begleitet oder in Erziehungsfragen beraten. Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) und der Leiter des Marli-Hofs, Peter Reusch, pflanzten zur Feier des Tages den Baum des Jahres 2014, eine Traubeneiche. Diese können mit einem Höchstalter von bis zu 1000 Jahren uralt werden.„Ich hoffe, dass es auch den Marli-Hof in 1000 Jahren noch gibt“, sagte Reusch mit einem Augenzwinkern.

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In den vergangenen zehn Jahren habe sich auf dem Marli-Hof viel getan, so Axel Willenberg, Geschäftsführer der Marli GmbH. „Hier wird Inklusion beispielhaft gelebt“, ist er überzeugt. „Wir bieten Menschen mit Behinderung einen geschützten Arbeitsraum und haben mit dem Marli-Café, dem Hofladen und dem Gelände auch einen Raum für die Öffentlichkeit geschaffen“, so Willenberg. Erst vor einer Woche sei das neu gestaltete Hofcafé auf dem Marli-Hof wieder eröffnet worden. „Freundlicher, heller, mehr Platz für Gäste“, fasst Willenberg die Umbauten zusammen. Besucher können im Café nicht nur hausgebackenen Kuchen und Getränke genießen, sondern auch Kerzen, Holz- und Töpferarbeiten aus den Marli-Werkstätten kaufen. Die Traubeneiche sei für ihn ein Symbol für Nachhaltigkeit.

„Genau wie der Marli- Hof“, so Willenberg, „wir müssen deshalb auch weiterhin besondere Angebote für Behinderte bereitstellen.“

Gabriele Hiller-Ohm ist vom Konzept des Marli-Hofes begeistert: „Hier kommt man ganz zwanglos mit Menschen mit Behinderung zusammen. Leider wissen viel zu wenige Menschen, wie schön es hier ist“.

Übrigens: Wenn man eine deutsche Ein-, Zwei- oder Fünf- Centmünze umdreht, prangt dort das Laub der Traubeneiche. los

LN