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Lübeck Mehrfamilienhaus brennt in der Innenstadt - sieben Verletzte
Lokales Lübeck Mehrfamilienhaus brennt in der Innenstadt - sieben Verletzte
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14:56 11.09.2015
100 Einsatzkräfte waren vor Ort um den Brand zu bekämpfen. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Laut Feuerwehrsprecher Matthias Schäfer wurde das Feuer um 22.07 Uhr gemeldet. Es sei im Treppenhaus ausgebrochen und hab sich schnell vom Erdgeschoss aus über die anderen Stockwerke ausgebreitet.

Unser Reporter vor Ort (pah) berichtete, dass aus dem Dach Flammen loderten, als er eintraf. Das Haus war da offenbar bereits fast ganz ausgebrannt.

Großeinsatz: Ein Mehrfamilienhaus in der Straße Langer Lohberg steht in Flammen. Es gab sieben Verletzte. Offenbar hat das Feuer auch auf ein Nachbargebäude übergegriffen.

Laut Innensenator Bernd Möller (Grüne), der sich vor Ort befand, gibt es sieben Verletzte, die alle eine Rauchgasvergiftung erlitten haben.

Dramatisch: Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, war mehreren Anwohnern der Weg durchs Treppenhaus bereits abgeschnitten. Sie standen an den Fenstern und mussten über Leitern aus dem Haus geholt werden.

Das Feuer war wohl so gewaltig, dass die Flammen durch eine Wand hindurch auch auf ein weiteres Haus übergegriffen hätten, so dass mit weiteren Nachbargebäuden insgesamt mindestens vier Häuser evakuiert wurden.

"Die Feuerwehr schüttet hier soviel Wasser ins Dach, dass es an den Seiten vom Haus wieder rausläuft", schilderte unser Reporter die Situation vor Ort. "Offenbar geht das nur noch um Schadensbegrenzung."

"Wir haben das Feuer in unserer Gewalt, aber noch nicht gelöscht", so der Feuerwehrsprecher gegen Mitternacht. Er gehe davon aus, dass sich die Löscharbeiten noch lange hinziehen werden.

Das Haus war am späten Abend nicht mehr begehbar - Zugang zum Löschen gab es nur noch über eine Leiter. Feuerwehrleute suchten nach möglichen im Haus verbliebenen Menschen. In der Glockengießerstraße wurde ein Sammelpunkt für mögliche weitere Verletzte eingerichtet. Ein Stadtbus sollte kommen, um den Menschen ein Obdach zu geben, die nicht verletzt wurden, aber ihr Haus aus Sicherheitsgründen verlassen mussten.

Eine Versorgungsstation für die rund 100 Einsatzkräfte richteten die Johanniter auf dem Aldi-Parkplatz in der Kanalstraße ein. In dieser Straße standen auch die meisten der zahlreichen Feuerwehrautos. Die Glockengießerstraße und Langer Lohberg wurden gesperrt.

Vor Ort waren zwei Berufsfeuerwehren, sieben Freiwillige Feuerwehren und Rettungswagen, insgesamt etwa 100 Einsatzkräfte.

Passanten mussten sich hinter eine Absperrung stellen, da es die Befürchtung gab, dass Gas austreten könne. Die Stadtwerke stellten sicherheitshalber Gas und Strom für die betroffenen Häuser ab.

Eine Anwohnerin musste von den Einsatzkräften zurückgehalten werden: Sie wollte ihre Katze aus einem der evakuierten Nachbarhäuser retten.

pah/kha