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Lübeck „Als die Motoren ausgingen, habe ich Angst gekriegt“
Lokales Lübeck „Als die Motoren ausgingen, habe ich Angst gekriegt“
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18:14 10.07.2019
Die 46-jährige Michaela Siegmund aus Zurow hat den Brand an Bord der „Peter Pan" miterlebt. Quelle: Michaela Siegmund
Travemünde

Die 46-jährige Michaela Siegmund aus Zurow im Landkreis Nordwestmecklenburg hat den Brand auf dem Passagierschiff „Peter Pan“ der TT-Line miterlebt.

„Wir wollten von Rostock nach Travemünde übersetzen und später mit dem Bus zurück“, berichtet sie im Gespräch mit den LN. Gegen 18 Uhr habe es Alarm gegeben, keiner der Passagiere habe zu dem Zeitpunkt gewusst, was los sei: „Wir dachten aber schon, dass etwas an Bord nicht stimmt. Mechaniker standen an den Rettungsbooten, dann ertönte das Signal nochmal.“

„Zuerst dachten wir nichts Schlimmes“

Die Passagiere sollten sich nun alle im Restaurant einfinden, von dort wurden sie allerdings zurück ins Bistro geführt, berichtet Siegmund. „Die Besatzung war etwas überfordert. Wir bekamen kaum Auskunft.“ Es habe zu dem Zeitpunkt nach Feuer gerochen. Später hätten die Passagiere bemerkt, dass starker schwarzer Qualm aus dem Schornstein getreten sei, sagt die 46-Jährige.

„Zuerst dachten wir nichts Schlimmes, aber als dann die Motoren ausgegangen sind, hat es geruckelt. Da habe ich Angst gekriegt. Was passiert jetzt?“, berichtet die Augenzeugin. Im Bistro zählte die Crew die Passagiere durch und überprüfte auf Vollständigkeit. Ein Mann in weißer Uniform habe gegen 18.15 Uhr gesagt, dass es einen Schornsteinbrand gegeben habe, der gelöscht worden sei – die „Peter Pan“ fahre nun mit halber Kraft weiter, berichtet Michaela Siegmund. Sie findet, dass sich die Crew zu diesem Zeitpunkt super um die Passagiere gekümmert habe: Wasser sei verteilt worden, alle hätten im Restaurant etwas essen dürfen.

Klicken Sie hier, um weitere Bilder von dem Feuerwehreinsatz zu sehen, der sich am Dienstagabend bei der „Peter Pan“ im Lübecker Hafen ereignet hat.

Gegen 4 Uhr wieder zu Hause

Gegen 2.30 Uhr habe die „Peter Pan“ in Travemünde angelegt. Michaela Siegmund, die an diesem Tag mit einer Busgesellschaft unterwegs war, war gegen 4 Uhr wieder zu Hause in Zurow – sie kam mit dem Schrecken davon, sagt sie.

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