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Lübeck Mit Chinas Artisten in die verbotene Stadt
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09:49 25.02.2015
Im chinesischen Teehaus entstanden, heute eine beliebte Varieté-Nummer: die Teller-Jonglage. Quelle: Rüdiger Jacob
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Innenstadt

Sie kommen aus einer kleinen Artistenschule im chinesischen Chang Zhi, einer Stadt etwa 600 Kilometer von Peking entfernt. Die jüngsten der 24 Akrobaten des Chinesischen Nationalzirkus sind erst zwölf Jahre alt. Aber was die Truppe aus dem Reich der Mitte jetzt in der Musik- und Kongresshalle (MuK) mit ihrer Show um „die verbotene Stadt“ gezeigt hat, ist an Artistik, Körperbeherrschung und Mimik mit Worten kaum noch zu beschreiben. Minutenlange Einhandstände, meterhohe Jonglage mit Bällen und Tischen, Salti, Flugrollen, zehn Personen auf einem Fahrrad, hohe Pyramiden aus Menschenkörpern — und im Hintergrund immer die Geschichte um ein kleines, lächelndes Mädchen, das gerne einmal Kaiserin werden möchte.

Dem Produzenten und Macher des Chinesischen Nationalzirkus, Raoul Schoregge, ist es gelungen, das Publikum mit der Illusion der Leichtigkeit mehr als zwei Stunden förmlich an ihre Sessel zu fesseln.

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Die Geschichte: Der Zugang zum kaiserlichen Palast ist nur bestimmten Personen, zum Beispiel Konkubinen, erlaubt. Nur einem kleinen Mädchen, genannt Orchidee, gelingt es, die verbotene Stadt zu betreten. Eine farbenreiche wie musikalisch verzaubernde Choreografie mit wunderschönen, purpurnen Kostümen und einer atemberaubenden Akrobatik.

Für Elke und Heinrich Resthöft, Waltraud Krüger, Christa Clasen sowie Claudia und Sten Lindner-Ludwig war der Auftritt der chinesischen Akrobaten gleich doppelt schön: Die sechs hatten bei einer LN-Verlosung Karten und eine Backstageführung gewonnen. Und durften zusammen mit Tourleiter Jens Gebhardt hinter die Kulissen spähen.

Die LN-Leser wie auch die anderen etwa 550 Besucher sahen eine Show, mit der das Ensemble quer durch Europa tourt. Seit 25 Jahren begeistern die Artisten aus China das deutsche Publikum. „Das ist einfach nur irre“, lobten Lindner-Ludwigs die Körperbeherrschung der jungen Akrobatinnen. Und eine von ihnen verabschiedet sich am Ende der Show ganz keck mit einer Verneigung und einem niedlichen „Tschüs“.

jac