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Lübeck Biken mit Gottes Segen
Lokales Lübeck Biken mit Gottes Segen
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15:46 24.04.2019
Die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer fiebern schon dem Motorradgottesdienst entgegen. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Auf eine lange und laut knatternde Karawane Motorräder können sich die Lübecker am Sonntag, 5. Mai, einstellen. Denn an dem Tag findet um 12 Uhr unter dem Motto „Widerstand“ zum 32. Mal in der Marienkirche der Motorradgottesdienst (Mogo) statt. Organisiert wird er von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer (ACM) und Pastorin Inga Meißner. „Es sind Widerstände gemeint, die mit dem Fahren zu tun haben“, sagt Inga Meißner. Aber auch die Widerstände, die man bei der Positionierung in der Gesellschaft erleben kann, sagt sie.

Ab nach Kücknitz

Seit Februar plant der Arbeitskreis an dem Saisonstart. Nach dem Gottesdienst mit Predigt und Segen haben die Organisatoren einen Konvoi mit allen Teilnehmern geplant, der dieses Mal nach Kücknitz führt. Auf dem Gelände der Hubertusgilde gibt es dann bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zum Fachsimpeln, Klönen und Kontakte knüpfen. „Letztes Jahr haben wir für den Konvoi keine Genehmigung bekommen. Für dieses Jahr sieht es aber gut aus“, sagt Mit-Organisator Reinhard „Willy“ Wutzke vom ACM. Die Bedingungen, die dafür erfüllt werden müssen, seien hoch, sagt auch Pastorin Meißner. „Wir brauchen unter anderem 35 Helfer, die die Strecke mit absichern.“

Teilnehmerzahl sinkt

Etwa 1000 Biker erwarten die Mogo-Organisatoren. „Früher waren mehr Teilnehmer dabei. Die jüngeren Fahrer kommen nicht mehr so unbedingt zum Gottesdienst“, sagt Martina „Krümel“ Wutzke vom ACM. Nicht so Gerrit Molt. Der 29-jährige Lübecker hat erst 2016 seinen Motorradführerschein gemacht, doch beim Gottesdienst war er früher schon. „Als ich zehn Jahre alt war, hat meine Mutter heimlich ihren Führerschein gemacht und sich einfach ein Motorrad gekauft. Sie hat mich damals zum Gottesdienst mitgenommen“, sagt er. Als er dann im Vorjahr am Mogo teilnahm, fand er vertraute Gesichter vor. „Nach fast 20 Jahren waren da tatsächlich Leute, die ich noch kannte“, sagt Molt.

Majka Gerke

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