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Lübeck Das letzte Multifunktionszentrum ist fertig
Lokales Lübeck Das letzte Multifunktionszentrum ist fertig
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10:59 30.01.2019
Wie entwickelt sich die Mobilität? Was könnten wir in zehn Jahren in unserem Wagen haben? An dieser Frage tüfteln Softwareingenieur Niklas Hermes und die anderen Mitarbeiter von Gestigon. Quelle: Lutz Roeßler
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St. Jürgen

 Jetzt ist es endlich soweit: Der zehnte und vorerst letzte Neubau des Multifunktionscenters (MFC) vom Technikzentrum (TZL) ist fertig. Es ist ein großer Moment für alle Beteiligten. 33 000 Quadratmeter Fläche sind entstanden, 50 Millionen Euro und zehn Jahre für zehn Neubauten investiert worden. Insgesamt 30 Firmen und Institute sind in den wie an einer Perlenkette aneinandergereihten Neubauten in der Maria-Goeppert-Straße ansässig.

Um die Fertigstellung des letzten Gebäudes zu feiern, hat Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer des Technikzentrums, gemeinsam mit der Firma Gestigon sowie der Mach AG zu einem Fest für die am jahrelangen Bau beteiligten Mitarbeiter eingeladen. „Unser Dank gilt Ihnen allen“, eröffnet Schröder-Oeynhausen seine Ansprache. „Und nur, weil ich schon gefragt wurde: Ich habe rein gar nichts dagegen, noch ein weiteres Gebäude zu bauen. Ich weiß nur nicht so recht, wohin.“

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Auch das neue Gebäude hält, was Olaf Fahrenkrog, Geschäftsführer der Ziebell + Partner Architektur- und Planung GmbH, einst versprach: „Ich betreue das Projekt schon seit zehn Jahren – damals wurde für das zweite Multifunktionscenter ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben – den wir mit dem vielleicht nicht schönsten, buntesten oder schrillsten Bebauungsplan gewonnen haben. Aber es war ein funktionierendes Konzept.“ Neun Jahre später stehen neun von draußen fast identisch aussehende Bauten, allesamt entworfen nach dem Konzept Fahrenkrogs. Von der räumlichen Ausstattung und Gestaltung aber könnten die Bauten unterschiedlicher nicht sein. So sind die Räume der Mach AG, eines Software- und Beratungsunternehmens, mit schalldichten Decken, Lampen und Wänden ausgestattet. Grund dafür ist, dass die Kommunikation schnell gehen soll, andere Mitarbeiter aber nicht in ihrer Arbeit unterbrechen und stören soll. Das auf die Erkennung von Gesten spezialisierte Softwareunternehmen Gestigon arbeitet zum Teil hingegen in Räumen, die eher einer Garage gleichen. Die in die Fahrzeuge eingebaute Software kann so gleich getestet werden.

Josephine Andreoli