Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Nach Autobränden in Lübeck: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest
Lokales Lübeck Nach Autobränden in Lübeck: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 18.07.2019
Großeinsatz der Feuerwehren in der Nacht zu Montag: Rund um die MuK in Lübeck haben sieben Autos gebrannt. Offenbar wurden sie von einem Brandstifter angezündet. Quelle: Holger Kröger
Anzeige
Lübeck

An der Musik- und Kongresshalle in Lübeck hatten in der Nacht auf den 15. Juli mehrere Autos gebrannt. Nun hat die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter festnehmen können. Es handelt sich dabei um einen 31-jährigen Lübecker.

Das Amtsgericht Lübeck hat am Mittwochnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der Brandstiftung und der Sachbeschädigung und des Haftgrundes der Fluchtgefahr gegen den Tatverdächtigen erlassen. Er wurde in die Lübecker JVA gebracht.

Anzeige
Großeinsatz der Feuerwehren in der Nacht zu Montag: Rund um die MuK in Lübeck haben zwölf Autos gebrannt. Offenbar wurden sie von einem Brandstifter angezündet.

Insgesamt 15 Autos beschädigt

In der Nacht zu Montag (15. Juli) waren gleich alle vier Lübecker Berufsfeuerwehrwachen rings um die Musik- und Kongresshalle (MuK) in Lübeck im Einsatz. Gegen 00.15 Uhr hatte ein Autofahrer, der sein Fahrzeug auf dem Parkplatz an der MuK abgestellt hatte, den Notruf gewählt und den Brand gleich mehrerer Fahrzeuge an unterschiedlichen Stellen auf dem Parkplatz gemeldet.

Schon wenige Minuten zuvor, um kurz vor Mitternacht, brannte ein Auto im Hamsterweg im Lübecker Ortsteil Eichholz. Insgesamt wurden in Lübeck 15 Wagen beschädigt, sieben Wagen brannten davon nahe der Muk, sieben weitere wurden durch Hitzeeinwirkung beschädigt – für die betroffenen Besitzer ein großer Schreck.

Lesen Sie mehr: So reagieren die Besitzer der abgebrannten Autos

Zeuge meldet sich bei der Polizei

Wie sich nun herausstellt, war der 31-Jährige am Montag bereits einmal von der Polizei festgenommen worden. Er soll am Morgen des 15. Juli einen Papiercontainer und einen Mülleimer am Travewanderweg entlang der Falkenstraße in Lübeck angezündet haben.

„Der Beschuldigte bestritt aber die Brandlegungen an den Fahrzeugen. Zunächst waren auch keine Beweismittel oder ausreichende Indizien vorhanden, um den Tatverdacht insoweit zu erhärten“, sagte Polizeisprecher Dierk Dürbrook am Donnerstag. „Der 31-Jährige musste daher nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst entlassen werden.“

Verdächtiger kommt in JVA Lübeck

Durch Ermittlungen konnte jedoch ein dringender Tatverdacht gegen den Beschuldigten begründet werden, heißt es von der Polizei. So konnte nachgewiesen werden, dass er sich zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe der jeweiligen Brandorte aufgehalten hatte. Auch soll er „verschiedene Zündmittel“ bei sich gehabt haben.

Der Mann wurde noch am Mittwoch in die Justizvollzugsanstalt Lübeck gebracht.

Polizei sucht weitere Zeugen

Um nachvollziehen zu können, wo sich der Tatverdächtige in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag aufgehalten hat, suchen die Ermittler des Kommissariats 11 nach Zeugen. Bei dem mutmaßlichen Brandstifter handelt es sich um einen etwa 185 Zentimeter großen, 31 Jahre alten Mann von hagerer Statur. Er hat mittellanges, dunkles, welliges Haar und war mit einer eng anliegenden dunklen Hose und knöchelhohen, schwarzen Schuhen bekleidet. Dazu trug der Mann eine kurze, dunkel gesteppte Jacke und um den Hals einen Schal.

Hinweise zu Aufenthaltsorten der beschriebenen Person werden vom Kommissariat 11 unter Telefon 0451 – 1310 entgegengenommen.

So sieht die Lübecker JVA von innen aus

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um einen Blick in die JVA in Lübeck werfen zu können.

jad/RND