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Lübeck 71 Tonnen schwer: Trafo wieder in Lübeck
Lokales Lübeck 71 Tonnen schwer: Trafo wieder in Lübeck
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16:42 01.10.2019
Rund 27 Meter lang und insgesamt 123 Tonnen schwer: In der Nacht zu Dienstag wurde der Trafo mit einem Transporter wieder nach St. Lorenz Nord gebracht. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Jetzt ist er wieder da: Der Trafo in St. Lorenz Nord, der Anfang Juli in Flammen aufging, wurde in der Nacht zu Dienstag wieder an seinen Platz gebracht. Der 71 Tonnen schwere Transformator wurde vom Schwerlasttransportunternehmen Rolf Riedel mühselig durch Lübeck bugsiert.

Trafo zu schwer für Lübecks Brücken

„Wir haben den Trafo am Geniner Ufer abgeholt und nach St. Lorenz Nord gebracht“, sagt ein Mitarbeiter der Firma. „Es hat zweieinhalb Stunden gedauert, eine kleine Weltreise war das schon. Aber wir konnten keine Brücken nutzen. Dafür waren wir zu schwer, das wäre zu gefährlich gewesen.“ Insgesamt sind 123 Tonnen – das Gewicht des Transportfahrzeugs mit einberechnet – über Lübecks Straßen gerollt.

Am Geniner Ufer wurde der neue Trafo aufgeladen. Quelle: Holger Kröger

Der Schwerlasttransport war insgesamt rund 27 Meter lang, 3,65 Meter breit und 4,35 Meter hoch. Transportre dieser Dimension müssen bei der Polizei angemeldet werden und werden zum Teil auch von zwei Fahrzeugen der Polizei begleitet – bei der Firma Rolf Riedel war dies nicht notwendig. „Man kennt uns als seriöses und zuverlässiges Unternehmen. Wir haben den Transport mit eigenen Fahrzeugen vorne und hinten abgesichert. Es war für uns ein ganz normaler Einsatz ohne besondere Vorkommnisse.“

Brand führte zu Stromausfall in 21 000 Haushalten

Bei dem Feuer Anfang Juli mitten in der Nacht hatte die Katastrophen-App „Nina“ eine Warnung verschickt. Anwohner in St. Lorenz Nord und St. Gertrud sollten ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Denn das Trafo-Haus stand, 20 mal 20 Meter breit, lichterloh in Flammen. Der Grund war laut den Stadtwerken Lübeck ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder eine Fehlschaltung wurde von den Stadtwerken ausgeschlossen. Das Öl im abgeschalteten Trafo hatte Feuer gefangen, vermutlich aufgrund einer schadhaften Isolierung im Kern. Der Schaden lag bei rund einer Million Euro.

Der Trafo in Stadtteil St. Lorenz Nord stand in Vollbrand. Die Rauchsäule bei dem Feuer war von Weitem zu sehen. Quelle: Holger Kröger

Besonders verhängnisvoll war es, dass diese Trafos mit Öl gekühlt werden. Das entzündete Öl war dafür verantwortlich, dass der Brand schnell an Intensität zunahm. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, die Rauchentwicklung war sehr stark. Der Trafo-Brand beeinflusste das ganze Stadtgebiet. In 21 000 Haushalten fiel der Strom für eine Stunde aus. Die Stadtverwaltung musste ihre Systeme neu starten und konnte einige Stunden keinen Kundenservice anbieten.

Von Hannes Lintschnig

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