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Lübeck Nach Schießerei in Lübeck: Keine weiteren Waffen im Stadtpark gefunden
Lokales Lübeck Nach Schießerei in Lübeck: Keine weiteren Waffen im Stadtpark gefunden
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19:59 05.11.2019
Am Lübecker Stadtpark ist am Sonnabend ein Mann von der Polizei erschossen worden. Quelle: Holger Kröger
St. Gertrud

Die mehrstündige Suche im Lübecker Stadtpark verlief erfolglos: Am Sonntag hatten Beamte der Bundespolizei den Stadtpark in St. Gertrud mit Metalldetektoren nach Waffen abgesucht. Bis auf einige Patronenhülsen haben sie nichts gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montagmorgen mit. Die gefundenen Patronenhülsen werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nun geprüft und zugeordnet.

52-Jähriger hatte Schreckschusswaffe und Schlagstock dabei

Am Sonnabend war es im Stadtpark zu einem Schusswechsel zwischen der Polizei mit einem 52-Jährigen gekommen. Zwei Schüsse der Polizisten in den Oberkörper des Mannes führten letztendlich zu seinem Tod. Die Polizei hatte am Sonntag etwa vier Stunden lang die Parkanlage sowie die Parkstraße gesperrt, rund zehn Beamte der Bundespolizei hatten das Gelände nach Waffen abgesucht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Mann eine Schreckschusswaffe dabei, mit der er das Feuer gegen die Beamten eröffnet haben soll. Außerdem führte der wegen räuberischer Erpressung und Raub mehrfach verurteilte Mann einen Schlagstock bei sich. „Wir wussten nicht, ob er nicht noch mehr Waffen dabei hatte“, sagt Staatsanwalt Christian Braunwarth.

In der Parkstraße kam es am späten Nachmittag zu einer Schießerei mit der Polizei, in deren Verlauf ein 52-Jähriger getötet wurde.

Schießerei ging „von einer zur anderen Seite des Stadtparks

Der Schusswechsel zwischen dem Mann und den Beamten muss sich im gesamten Gelände des Stadtparks ereignet haben. „Die Schießerei ging von der einen Seite des Parks bis zur anderen“, sagte der Staatsanwalt. „Es wäre fahrlässig gewesen, nicht das gesamte Areal zu durchsuchen.“

Am Sonnabendnachmittag hatte ein Mann, der mit seiner Tochter im Stadtpark spazieren war, die Polizei gerufen, weil er von einer Person bedrohlich angesprochen wurde. „Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Waffe im Spiel“, sagt Braunwarth. „Der 52-Jährige hatte sich aus einer gewissen räumlichen Distanz bedrohlich gegenüber dem Vater und dem Kind verhalten.“

Totschlag: Ermittlungsverfahren gegen Polizisten eingeleitet

Gegen den Beamten, der die tödlichen Schüsse abgegeben hat, wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags eingeleitet. „Ein ganz normaler Vorgang. Das ist das Etikett, was dieses Verfahren bekommt. Inwiefern der Beamte in Notwehr gehandelt hat und sein verhalten gerechtfertigt war, wird in dem Verfahren geklärt werden. Um dazu schon Aussagen zu machen, ist es viel zu früh.“

Genauere Informationen zum Tathergang, etwa, aus welcher Entfernung der Mann erschossen wurde und wie es genau zu dem Schusswechsel kam, gibt es bisher nicht.

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Von Hannes Lintschnig

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