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Lübeck Nach Sturm „Axel“: Spaziergang an der Abbruchkante
Lokales Lübeck Nach Sturm „Axel“: Spaziergang an der Abbruchkante
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20:10 09.01.2017
Graue Winterstimmung am Brodtener Ufer. Auf dem Wanderweg hoch über der Ostsee haben Sturm „Axel“ und das Hochwasser nur wenig Schaden angerichtet. Quelle: Fotos: Olaf Malzahn
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Travemünde

Grauer Himmel, graues Wasser, graue Stimmung. Wer sich dieser Tage aufmachte, um den Wanderweg oberhalb des Brodtener Ufers entlang zu spazieren, gehört zur Sparte Frischluftfanatiker. Denn das Wetter war es nicht, was so manchen Spaziergänger auf den rund vier Kilometer langen Weg lockte. Eher die Neugier, was für Schäden durch den Sturm „Axel“ und das Hochwasser, das die Küstenbewohner am Mittwochabend in Atem hielt, entstanden sind. Während am Strand einige entwurzelte Bäume liegen, sieht es oben aus wie immer. Nur direkt am Rand kann man an einigen Stellen frische Abbruchkanten sehen. „Ich habe viel mehr Schäden erwartet. Wir hatten Glück“, sagt Kurdirektor Uwe Kirchhoff. Für ihn und sein Team stehen nun Aufräumarbeiten in Höhe des Hunde- und FKK- Strandabschnitts bevor.

Grauer Himmel, graues Wasser, graue Stimmung. Wer sich dieser Tage aufmachte, um den Wanderweg oberhalb des Brodtener Ufers entlang zu spazieren, gehört zur Sparte Frischluftfanatiker.

Mit schnellem Schritt wandert Peter Rösner in Richtung Niendorf. Wo es geht, bleibt der Lübecker stehen und wirft vorsichtige Blicke in die Tiefe. „Ich laufe ungefähr alle drei Monate hier entlang.

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Jetzt will ich gucken, wie es aussieht“, sagt er. Hier oben sei es wie immer, sagt Rösner. „Man sieht aber, dass einiges vom Rand weggerissen wurde.“ Renate Steinberg (56) und ihre Familie machen gerade Urlaub in Timmendorfer Strand. Sie sind am Donnerstag aus dem Sauerland angereist, haben von Sturm und Hochwasser aus den Nachrichten erfahren. „Am Mittwochabend dachten wir noch, wir müssten den Urlaub absagen“, sagt Renate Steinberg.

Regine Geiger (64) und ihr Ehemann haben sich den Sturmschaden schon direkt von der Wasserkante aus angesehen. „Wir sind Sonnabend am Strand entlang Richtung Niendorf gelaufen. Jetzt wollen wir sehen, wie es hier oben aussieht“, erzählt sie. Das Ehepaar verbringt gerade ein Wochenende in Travemünde. „Unten am Strand liegt ganz schön viel herum.Wir mussten über einige Bäume klettern. Das war ein richtiger Abenteuerweg“, sagt Geiger.

Regine Paulien-Wittmaack, Betreiberin des Jugendhauses Seeblick, hat sich schon am Freitag umgeschaut. Das Haus steht nur wenige Meter vom Rand entfernt. Sie ist froh: Der Sturm hatte keine Auswirkungen auf das Haus. Noch sei der Boden gefroren und verdichtet. Kritisch wird es, wenn im Frühjahr die Stürme losgehen, sagt sie. mg

LN

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