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Lübeck Nach Unfallschock: Junge Frauen aus Lübeck suchen ihre Retter
Lokales Lübeck Nach Unfallschock: Junge Frauen aus Lübeck suchen ihre Retter
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17:05 19.08.2019
Nach schlimmen Unfall: Junge Frauen suchen ihre Retter. Quelle: hfr
Schlutup

Es ist ein Wunder, dass die jungen Frauen unverletzt geblieben sind. Auf nasser Straße, der B 104 in Richtung Schlutup, geriet das Auto von Anni Ludwig ins Schleudern. „Ich war wirklich nicht schnell, habe aber die Kontrolle verloren“ erzählt Anni Ludwig (22). Als der Wagen in Richtung Graben fuhr, von der Straße abkam und sich mehrmals überschlug, habe sie mit dem Schlimmsten gerechnet. Am Donnerstag,15 August gegen 16.45 Uhr geschah das Unglück mit dem glücklichen Ende – aber für die jungen Frauen ist es noch so, als sei es gestern geschehen.

Nach Unfallschock: Anni Ludwig (22) aus Lübeck will den Ersthelfern danken Quelle: hfr

Erster Gedanke: „Hoffentlich lebt sie“

Dann lag das Auto im Graben, tief unterhalb der Straße, die Fahrertür zeigte nach oben. Anni Ludwigs erster Blick ging zu ihrer Beifahrerin. „Hoffentlich lebt sie“, der erste Gedanke, „Bist Du in Ordnung?“ die erste Frage. Als die Freundin nickte, wurde beiden klar: „Wir haben unzählige Schutzengel gehabt!“, erzählt Anni Ludwig. Bis auf ein paar blaue Flecken und Nackenschmerzen: Nichts passiert!

Und auch die nächste Sorge wurde ihnen schnell abgenommen: Wie soll man Hilfe holen, wenn man angeschnallt und geschockt nach so einem Unfall im umgestürzten Auto sitzt? Doch bevor die jungen Frauen zu den Handys greifen konnten, die glücklicherweise sogar in Reichweite im Auto lagen, wurde auch schon die Autotür geöffnet.

„Wir waren so erleichtert über die schnelle Hilfe“

„Wir waren so erleichtert, dass gleich Hilfe kam“ erzählt Anni Ludwig. Denn hätte nicht eine Frau, die hinter dem Unfallauto fuhr, das Geschehen beobachtet, wer wisse schon, wann das Auto im Graben gesichtet worden wäre? Es waren jedenfalls ein Mann und eine Frau, die sofort halfen und offenbar auch als Ersthelfer besonnen reagierten: Denn sehr schnell war die Polizei vor Ort, die Retter hatten diese angefordert, bevor sie zum Unfallwagen eilten.

„Sind gar nicht dazu gekommen, uns zu bedanken“

Alles lief dann für die jungen Frauen wie im Film ab. Das Auto musste vom Abschleppdienst geborgen werden, die Angehörigen wurden verständigt, die Polizei wollte Informationen. „Und über all das sind wir gar nicht dazu gekommen, uns bei den Helfern zu bedanken!“ Wie gerne hätten die jungen Frauen Kontakt, um sich wenigstens noch einmal die Hand zu schütteln, eine Dankesumarmung auszutauschen, ein kleines Präsent zu überreichen.

„Zivilcourage ist nicht selbstverständlich“

„Denn uns ist klar: Nicht jeder handelt so gedankenschnell und besonnen – obwohl es eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber das ist es nun mal nicht“, sagt Anni Ludwig. Und sie wenden sich nicht nur an die Zeitung, weil sie die Retter suchen – sondern auch, um an andere zu appellieren: „Jeder sollte selbstlos anderen helfen. Wir wissen jetzt, wie schnell man in eine Notlage kommen kann.“

Von Nick Vogler

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