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Lübeck Eröffnung des Kultclubs „Nautic“ verzögert sich
Lokales Lübeck Eröffnung des Kultclubs „Nautic“ verzögert sich
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15:35 16.08.2019
Der „Nautic“-Komplex am Timmendorfer Platz: In den ersten Stock ist die Burger-Kette „Peter Pane“ eingezogen, im Erdgeschoss soll das „Nautic“ wieder das Partyvolk anlocken. Quelle: Sabine Latzel
Timmendorfer Strand

Bei der Vorab-Eröffnung am Donnerstagabend war das neue „Peter Pane“-Lokal am Timmendorfer Platz gut gefüllt. Doch bis das Restaurant tatsächlich für jedermann öffnet, soll es noch bis Ende August dauern. Auch der Start der Disco „Nautic“ wird verschoben – auf Anfang Oktober.

Wechsel bei den „Nautic“-Betreibern

Die Arbeiten in dem einst legendären Club im Erdgeschoss des „Nautic“-Komplexes seien „technisch sehr aufwendig“, erklärt Mike Lindner, Eigentümer der Immobilie. Nachdem ein Großfeuer im Oktober 2016 einen Millionenschaden in und an dem Gebäude verursacht hatte, begann eine grundlegende Sanierung. „Vermutlich kann es Anfang Oktober wieder losgehen“, stellt Lindner allen in Aussicht, die schon sehnsüchtig auf lange Partynächte im Timmendorfer Zentrum warten. „Es wird auf jeden Fall eine Sensation“, kündigt Lindner an.

Allerdings keine, für die diejenigen verantwortlich sein werden, die sich im März dieses Jahres als neue „Nautic“-Betreiber vorgestellt haben und die die Wiedereröffnung für diesen Sommer ankündigten. Keiner der fünf Geschäftsleute aus der Gemeinde sei noch an Bord, erklärt Lindner, „es gibt Veränderungen bei der Zusammensetzung der Gesellschafter“. Neuer Geschäftsführer sei jetzt Virgil Stefan, der den Club bereits vor einigen Jahren führte.

Bezüglich der Einrichtung werden die Gäste des Timmendorfer „Peter Pane“ keine Überraschungen erleben – das Restaurant ist im typischen Design gehalten.

Im Restaurant fehle noch der „Feinschliff“

Über diesem thronte bis zum Brand im ersten Stock das Restaurant „Nautic Garden“ – jetzt ist dort die Edelburger-Kette „Peter Pane“ mit ihrer 32. Filiale zu Hause. Nach der Vorab-Eröffnung am Donnerstagabend mit geladenen Gästen sollten dort eigentlich ab Freitag, 16. August, die Teller für jedermann auf die Tische kommen – so war es jedenfalls angekündigt worden. Doch es fehle noch der „Feinschliff“, erklärte Frank Sill, Marketing-Chef bei „Peter Pane“. Deshalb würden die Türen voraussichtlich nicht vor Ende August geöffnet.

Das Team hat zumindest schon einmal geübt, mit einem größeren Ansturm fertig zu werden. Denn zur Generalprobe füllten sich die 184 Plätze im 200 Quadratmeter großen Lokal rasch, zeitweise bildete sich draußen sogar eine kleine Warteschlange. Die Einrichtung unterscheidet sich nicht von der in den anderen Dependancen des Unternehmens: viel Gelb und Schwarz (auch auf der 150 Quadratmeter großen Dachterrasse zum Timmendorfer Platz hin), tief hängende Lampen, geschwungene Holzpaneele an der Decke, überhaupt viel helles und dunkles Holz sowie eine Nische in Türkis und Goldfarbe.

Zahlreiche Gäste aus dem Ort feierten die Vorab-Eröffnung

„Ein frisches Konzept“, befand Mike Lindner, „ein gutes Angebot für junge Leute.“ Diese Zielgruppe peilen auch die Touristiker intensiv an, weshalb sich der Timmendorfer Tourismuschef Joachim Nitz – als Nachbar aus dem „Alten Rathaus“ – einen Eindruck vom Gastro-Neuzugang im Zentrum verschaffte. Mit Gemeindewehrführer Thomas Scharbau und seinem Stellvertreter, dem Timmendorfer Ortswehrführer Björn Jessen, sahen sich auch zwei Vertreter der 180 Feuerwehrleute um, die den Großbrand in dem Gebäude bekämpft hatten.

Zeitweise bildete sich sogar eine kleine Warteschlange vor dem „Peter Pane“ in Timmendorfer Strand. Zum Pre-Opening waren die knapp 200 Plätze im Restaurant komplett besetzt.

Einige Gemeindevertreter schauten ebenfalls vorbei, dazu Geschäftsleute aus dem Ort – und um die 50 Gäste, die eine Einladung über ein Gewinnspiel ergattert hatten. Sie ließen sich die ersten Burger schmecken, was in etwa zwei Wochen vielleicht auch alle anderen tun können, die wollen. Manch einer mag eventuell an Peter Pans „Nimmerland“ denken: Dort muss man ja nur an etwas glauben, damit es passiert.

Knapp fünf Jahrzehnte „Nautic“

1972 wurde der „Nautic“-Club eröffnet, hervorgangenen aus dem ehemaligen Capitol-Lichtspieltheater. Die Premierenparty moderierte Carlo von Tiedemann, weitere prominente Namen füllten das Gästebuch gerade in den 1970er-Jahren: Marcello Mastroianni, Gitte, Bernd Clüver, Rudi Carrell, Udo Lindenberg, Carl Carstens, Dunja Reiter, Roberto Blanco und Ilja Richter.

Wechselvoll war die Geschichte des Clubs und seiner verschiedenen Pächter über die Jahrzehnte, bis er im Oktober 2015 geschlossen wurde, um aufwendig saniert zu werden. Dieses Vorhaben machte ein Großfeuer im Oktober 2016 zunichte. Dabei wurden auch einige Geschäfte im Erdgeschoss und die benachbarte Strandpassage in Mitleidenschaft gezogen.

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Von Sabine Latzel

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