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Lübeck Warum die Figuren im Puppenhof jetzt besser verpackt sind
Lokales Lübeck Warum die Figuren im Puppenhof jetzt besser verpackt sind
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19:00 29.10.2019
Im Puppenhof zeigen Museumsleiterin Dr. Dagmar Täube und Christian Kroeger die neuen Hüllen für die Vasen und Figuren. Zur Einweihung waren auch die Spender eingeladen, die die Anschaffung der neuen Vitrinen ermöglicht haben. Quelle: Lutz Roeßler
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Es dauert nur wenige Minuten und schon hat die Vase mit dem Titel „Fleiß und Sparsamkeit“ im Puppenhof des St.-Annen-Museums ein wetterfestes Outfit. Drei weitere Vasen und acht barocke Skulpturen werden nun ebenfalls mit den neuen Hüllen versehen, um sie vor Wind und Wetter zu schützen. Eine Spendenaktion hat das Projekt möglich gemacht.

So wurden die Kunstwerke verhüllt. Hier eine der Vasen. Quelle: Lutz Roeßler

„Für alle zwölf Skulpturenhüllen konnten Spender gefunden werden“, sagt Museumsleiterin Dr. Dagmar Täube. „Nun können wir den Puppenhof im Winter gewaltig aufwerten.“ Dr. Täube schildert knapp die Geschichte der originalen Figuren, die sich aus konservatorischen Gründen im Hof des St.-Annen-Museums befinden. Auf der Lübecker Puppenbrücke stehen seit 1985 lediglich die Abgüsse dieser Werke.

Figuren und Vasen gelten als Leitbilder und Tugenden

Die Darstellungen der Kunstwerke gelten als Leitbilder und Tugenden des Bürgertums. Sie wurden im Auftrag der Stadt ab 1774 von dem Bildhauer Dietrich Jürgen Boy (1724-1803) gefertigt. Die vier Vasen stehen für Fleiß/Sparsamkeit, Ackerbau/Viehzucht, Wissenschaft/Künste und Vaterlandsliebe. Die Figuren sind „Die Freiheit“, „Merkur“, „Der Römer (Bürgertugend)“, „Der Flussgott Trave“, „Der Friede“, „Die Vorsicht“ und „Die Eintracht“.

Jede Hülle hat 1000 Euro gekostet

Bereits im Frühjahr hatten die Freunde der Museen für Kunst und Kulturgeschichte einen Aufruf gestartet, um Sponsoren für die Finanzierung der neuen Hüllen zu finden. „Dies ist inzwischen umfänglich gelungen“, erklärt Vorsitzender Christian Kroeger und dankt den Spendern für ihr Engagement. „Das ist ein wunderbares Ergebnis der Aktion.“ Jede Hülle kostete tausend Euro. Die Namen der betreffenden Spender sind außen im Bodenbereich der Vitrinen dezent vermerkt.

Die mobilen Vitrinen schützen optimal

Laut Täube gehört der Puppenhof zu den schönsten Museumshöfen Deutschlands und kann seinen Charme dank der transparenten, mobilen Umhüllungen nun auch im Winter bewahren. Zuvor waren die Figuren alljährlich im Herbst mit grauen Lastwagenplanen abgedeckt worden. Laut Täube sind die Hüllen aber nicht nur ästhetischer. Sie schützen auch optimal, da Luft und Feuchtigkeit dank durchlässiger Membranen zirkulieren können. Die Figuren bleiben trocken.

Die Seitenwände werden mit Reißverschluss geschlossen

Wie das Einhausen funktioniert, das präsentieren Museumsmitarbeiter Donat Klafs, Klaus Weller und Andreas Meyer anschließend den Gästen. Die mobilen Vitrinen ähneln einer Zeltkonstruktion. Zunächst wird ein Gerüst aus Stangen aufgebaut und die Hüllen dann darüber gestülpt. Die Seitenwände können schließlich per Reißverschluss geschlossen werden. Für den Auf- und Abbau werden künftig nur ein bis zwei Personen benötigt statt wie bisher fünf.

Von Cosima Künzel

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