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Lübeck Neue Kita für die „Profis der Zukunft“
Lokales Lübeck Neue Kita für die „Profis der Zukunft“
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20:10 16.03.2013
Von Rüdiger Jacob

„Wer will fleißige Handwerker sehen“, haben die Unizwerge, so heißen die Kinder der Universitäts-Kita, schön gesungen — und der Feier beim ersten Spatenstich der neuen Kita einen pfiffigen Auftakt gegeben. Das Universitätsklinikum (UKSH) und die Uni Lübeck bauen direkt an der Schule Grönauer Baum eine neue Kindertagesstätte mit 60 Betreuungsplätzen. Sie ist Teil eines pädagogischen Leuchtturmprojekts und entsteht in enger Zusammenarbeit von UKSH, Universität, Hansestadt Lübeck, der Schule Grönauer Baum und dem Verein Integrative Betreute Grundschule Grönauer Baum.

In vier Gruppen können 60 Kinder, darunter 40 Krippenkinder, auf einer Fläche von 732 Quadratmetern betreut werden. 1,8 Millionen Euro kostet das Bildungshaus. Allein 400 000 Euro kommen von der Possehl-Stiftung, weitere 380 000 Euro entstammen Bundesfördermitteln für den Krippenbau, den Rest stemmt das UKSH. Den Betrieb und damit die Kosten der Inbetriebnahme übernimmt die Hansestadt. Auch die Gemeinnützige Sparkassenstiftung hat das Gesamtkonzept, die Erweiterung der UKSH- und Uni-Kitaplätze, gefördert. „Hier werden die Profis der Zukunft betreut“, sagte eine sichtlich erfreute Schulsenatorin, Annette Borns. Von einem „fantastischen Konzept“ sprach Professor Klaus-Peter Wolf-Regett, Vorstandsmitglied der Possehl-Stiftung, bei der Feier am Bau. Bildungshaus 1-10 heißt die neue Kita. Die Zahlen stehen für eine Betreuung der Kinder von einem bis zehn Jahren. Für Professor Peter Dominiak, Präsident der Uni Lübeck, ist das Konzept eines Lebens-, Bildungs- und Begegnungsraumes „ein unverzichtbares Ausstattungsmerkmal im Wettstreit — und um die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln für die Forschung“. Wer sich heute als Wissenschaftler bewerbe, halte Kitaplätze für ebenso wichtig wie ein gut ausgestattetes Labor, sagte Dominiak. „Wir können nicht warten“, sagte Professor Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH, „wir müssen handeln und tun dies mit der Errichtung eines Bildungshauses.“ Wenn die Mitarbeiter wüssten, dass ihre Kinder hervorragend betreut würden, während sie schwerstkranke Menschen versorgen, würden auch die Patienten die Zufriedenheit positiv verspüren, ist sich Scholz sicher. Nur so könnten neue Talente aus allen Berufsgruppen gewonnen und gehalten werden. Unter einem Dach sei nun eine kontinuierliche Bildungsbiographie möglich, sagte Sylvia Langnau, Rektorin der Grundschule.

jac

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