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20:18 06.02.2017
So soll die neue Marina an den Media Docks aussehen. Baubeginn ist im Juni nächsten Jahres.
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Lübeck

„Einen Yachthafen mitten in der Stadt – das können nicht viele Städte bieten“, sagt Hans- Wolfgang Wiese, Bereichsleiter der städtischen Hafenbehörde Lübeck Port Authority (LPA). Die Hansestadt schon. Direkt vor den Media Docks entsteht eine neue Marina mit 45 Liegeplätzen für Segel- und Motorboote. Gleichzeitig baut Investor und Betreiber Ralf Schulte das verwaiste Restaurant in den Media Docks um. 2,5 Millionen Euro investieren Schulte und das Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck (KWL), das Vermieter der Media Docks ist. Das Restaurant nimmt im Juni 2017 den Betrieb auf, der Sportboothafen etwas früher. Schulte schafft 20 neue Arbeitsplätze.

Investor baut Marina vor den Media Docks und betreibt das Restaurant – Start ist im Juni 2017.

Der Investor spricht von einer „spannenden Symbiose aus Marina, Gastronomie und Catering“. Titel des Unternehmens: „The Newport Marina & Restaurant“. Der 51-jährige Betriebswirt und Geschäftsführer eines Bekleidungsgroßhandels betritt mit Restaurant und Yachthafen Neuland. Als „leidenschaftlicher Segler“ habe er stets bedauert, dass es mitten in der Lübecker Altstadt keinen attraktiven Sportboothafen gebe. Als KWL und LPA neue Betreiber suchten, reichte Schulte sein Konzept ein. KWL-Chef Dirk Gerdes: „Das hat uns überzeugt.“ LPA-Chef Wiese: „Ein toller Schritt, den Schulte macht.“

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Die KWL hatte in den letzten zehn Jahren nicht so viel Glück mit dem Restaurant. Fünf Betreiber wechselten sich ab, im April 2015 ging der letzte. „Wir wollten eine Auffrischung haben“, sagt Gerdes, „wir wollten qualitativ aufrüsten.“ Schulte baut das Restaurant mit insgesamt 140 Sitzplätzen komplett um. Es entstehen eine Bar, ein Glaspavillon sowie eine offene Küche. „Wir lassen uns beim Kochen auf die Finger schauen“, sagt der 51-Jährige. In dem Newport-Restaurant sollen Segler, Touristen und Einheimische einkehren. Der Betreiber verspricht frische und hochwertige Gerichte im mittleren Preissegment.

Gleichzeitig werden die Mitarbeiter die Media Docks mit Catering für mehr als 1000 Leute versorgen. KWL-Chef Gerdes berichtet von einer großen Nachfrage, weil immer mehr Veranstaltungen in den Media Docks stattfinden. „Wir brauchen ganz dringend ein gehaltvolles Catering“, sagt Gerdes.

Abgerundet wird das Konzept durch die neue Marina zwischen Drehbrücke und Feuerschiff, die doppelt so groß ist wie die Hansa Marina auf der gegenüberliegenden Seite. Schulte lässt durch einen holländischen Hersteller neue Stege mit modernen Versorgungsanlagen errichten. Herzstück wird ein schwimmender Serviceponton, der Sanitäranlagen, Kochgelegenheiten für die Segler sowie das Hafenbüro beherbergt. Der Ponton wird in Hamburg gefertigt und dann über den Elbe-Lübeck-Kanal nach Lübeck geschleppt. Platz ist für 45 Segel- und Motorboote. Schulte will möglichst wenige Dauerlieger, sondern mehr Segler, die für zwei oder drei Tage in der Hansestadt festmachen. Die Lage der Marina zwischen Kulturwerft und Hansemuseum bezeichnet der Investor als einmalig. „Die Schiffe liegen auf der Sonnenseite, die Eigner haben einen tollen Blick auf Lübeck.“

KWL-Chef Dirk Gerdes ist überzeugt, dass dieses „für Lübeck und die Region einzigartige Konzept“ den Tourismus in der Hansestadt weiter ankurbeln und den Standort auf der Nördlichen Wallhalbinsel aufwerten wird. Auch die städtische Hafenbehörde LPA profitiert von dem Konzept. „Die Kaianlagen vor dem Schuppen 6 bekommt der Museumshafen“, erklärt LPA- Chef Hans-Wolfgang Wiese. Den jetzt vor dem Schuppen 6 liegenden Ponton versetzt die Hafenbehörde an ihren neuen Lagerplatz an der Herreninsel.

Von Kai Dordowsky

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