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Lübeck Null Alkohol — voll Power: Mit den „Peers“ unterwegs
Lokales Lübeck Null Alkohol — voll Power: Mit den „Peers“ unterwegs
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11:24 26.11.2013
Die „Peers“ Fabian Pretz (21) und Roxana Arzideh (20) gehen auf die Jugendlichen zu. Quelle: Foto: Maxwitat
Travemünde

Roxana Arzideh blickt sich um. Die 20-Jährige ist auf der Suche nach Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren. Begleitet wird die Studentin von Fabian Pretz. Die „Peers“ — also die Gleichaltrigen — wollen mit den Jugendlichen auf der Travemünder Woche ins Gespräch kommen, sie über die Gefahren des Alkoholkonsums aufklären. „Null Alkohol — voll Power“, so heißt die Präventions-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Ausgestattet mit Kugelschreibern, einem Quiz mit zehn Fragen rund ums Thema Alkohol und einer Tasche mit Geschenken wie Frisbees und Wasserbällen geht‘s in die „Beach-Area“. Roxana und der Ausdauersportler Fabian trinken selbst seit zwei Jahren keinen Alkohol mehr, die 20-Jährige sagt: „Mir liegt das Thema sehr am Herzen. In dem Job ist es wichtig, dass man voll dahintersteht.“

Schon steuert das Duo in den knallgelben T-Shirts die ersten Jugendlichen an. „Habt ihr Lust, ein Quiz mit uns zu machen?“, fragt Fabian in die Runde der 14- bis 16-Jährigen. Nach einem eher verhaltenen „Na gut“ sind die drei Mädels und ihr Begleiter schnell Feuer und Flamme, grübeln, beraten sich. Welche Organe werden durch übermäßigen Alkoholkonsum geschädigt? Was ist ein Filmriss durch Alkohol? Wird man schnell nüchtern, wenn man sich übergibt? Ist Alkohol für Jugendliche schädlicher als für Erwachsene? Nachdem das Kreuz bei einer von drei möglichen Antworten gemacht wurde, gehen die „Peers“ die Antworten mit der Gruppe durch, erklären die Hintergründe, fragen nach, klären auf. „Das Projekt finde ich gut, das regt die anderen zum Nachdenken an“, ist die 16-Jährige begeistert. „Wir sind nicht strikt gegen Alkohol. Wir wollen nur, dass sie mit dem Thema verantwortlich umgehen“, betont Fabian. Und Karen Wotha vom Kinder- und Jugendschutz, die die Tour über die Meile begleitet, ergänzt: „Wir wollen die Jugendlichen hier nicht von der Meile ziehen — wir wollen niemandem das Feiern verderben.“

Nachdem auch die Feedback- Karte ausgefüllt ist, rückt die Clique glücklich ab. „Sie denken darüber nach und nehmen das Wissen mit nach Hause“, weiß Fabian. Und nicht nur die Gefahren des Alkohols haben Roxana und Fabian den Menschen nähergebracht. Der 21-Jährige: „Besonders der Austausch ist es, der mir am meisten Spaß bringt.“ Und zum Feierabend gibt‘s alkoholfreies Weizen.

bz

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