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Lübeck Offshore-Firmen wollen Schallschutz für Meeressäuger testen
Lokales Lübeck Offshore-Firmen wollen Schallschutz für Meeressäuger testen
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13:34 17.05.2011
Travemünde

Dafür haben acht

Unternehmen das Forschungsprogramm Esra vereinbart, das verschiedene

Methoden zur Schallminderung auf ihre Wirksamkeit hin erforschen und

weiterentwickeln soll. Dies teilten die beteiligten Unternehmen am

Dienstag mit. Bei einem Offshore-Feldversuch sollen voraussichtlich

im August insgesamt fünf unterschiedliche Verfahren in der Ostsee

vor Travemünde getestet werden. Zuvor muss das Institut für

Technische und Angewandte Physik (ITAP) im niedersächsischen

Oldenburg noch ein geeignetes Schall-Messkonzept erarbeiten.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten werden die Anlagen in Deutschland weit vor den Küsten in großer Wassertiefe errichtet. Die Gründungskörper müssen mit Stahlrammpfählen im Boden verankert werden. Der dabei entstehende Schall soll zukünftig reduziert werden, um vor allem die Schweinswale während der Bauarbeiten besser zu schützen. Wirksame Maßnahmen zur Rammschallminderung existieren nach Angaben der Projektpartner bislang noch nicht, da es sich hier um eine deutsche Besonderheit handelt. In anderen europäischen Ländern, die bereits in größerem Umfang Offshore-Windparks vor ihren Küsten errichtet haben, ist es den Angaben zufolge für die Genehmigung ausreichend, die Meeressäuger über unterschiedliche Maßnahmen etwa Sonar-Bojen temporär fernzuhalten.

Die Ergebnisse der Tests sollen der gesamten deutschen Offshore-Industrie zugänglich gemacht werden. Die Kosten für das Programm betragen rund 3,9 Millionen Euro. Sie werden zu gleichen Teilen von den Unternehmen Bard Engineering, DONG Energy, EnBW Erneuerbare Energien, Eon Climate Renewables, EWE Energie, RWE Innogy, Stadtwerke München (SWM) und Vattenfall getragen. Derzeit sind in Deutschland knapp 30 Windparks genehmigt, zahlreiche weitere geplant. Die Offshore-Windenergie spielt im Energiekonzept der Bundesregierung eine maßgebliche Rolle.

LN

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