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20:10 27.03.2018
Die Organisatoren Wilhelm Haag, Pito Bernet und Cenk Nickel gestalten das Programm „Jugend macht Rathaus“.
Die Organisatoren Wilhelm Haag, Pito Bernet und Cenk Nickel gestalten das Programm „Jugend macht Rathaus“. Quelle: Foto: Michelle Rix
Innenstadt

Recherchieren, debattieren, taktieren und abstimmen steht im Vordergrund des Programms „Jugend macht Rathaus“. Vorab hat sich in diesem Jahr die Politik AG von Pito Bernet zusammengesetzt und über interessante haushaltspolitische Themen abgestimmt. Für die Schüler standen sieben verschiedene Problemstellungen zur Auswahl, denen sie sich gestern, am ersten Tag des zweitägigen Workshops, zugeordnet haben.

Die Schüler ab der 10. Klassenstufe haben sich in kleinen Gruppen mit Schulbudgets, Buspreisen, Radwegen, politischer Bildung, Modellstadt Cannabis-Legalisierung, Studiengängen an der Universität, dem Jugendhaushalt oder bezahlbarem Wohnraum beschäftigt.

Vor neun Jahren wurde das Programm „Jugend macht Rathaus“ des Lübecker Jugendrings ins Lebens gerufen. Geschäftsführer Pito Bernet stellte gemeinsam mit Wilhelm Haag von der Jungen Union und Cenk Nickel von den Jungsozialisten das Projekt 2009 auf die Beine. Seitdem findet „Jugend macht Rathaus“ fast jährlich an zwei Tagen im März statt. Die Junge Union, die Jungen Liberalen und die Jungen Sozialisten unterstützen das Programm.

Der erste Tag hat gestern mit einer Einführung in das Thema „Bürgerschaftsrat“ begonnen. Um sich einen kleinen Überblick zu verschaffen, erhielten die Gruppen daraufhin ein Heft zu ihrem Thema mit den wichtigsten Informationen.

Im Zentrum der Veranstaltung steht, dass die Schüler lernen eine politische Position selbst festzulegen und darzustellen. „Viele haben so etwas noch nie zuvor gemacht. So lernen sie, wie man politische Argumente und Gegenargumente findet und diese auch deutlich macht“, erklärt Bernet. „Die Themen sind für uns Jugendliche sehr ansprechend. Wir erhalten einen Einblick, wie Politik wirklich funktioniert“, erzählen Clemens Beier (17) und Enes Arslan (16) von der Geschwister-Prenski-Schule.

Am heutigen zweiten Tag findet der Höhepunkt der Veranstaltung im Rathaus statt. In einer simulierten Bürgerschaftssitzung mit Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer debattieren die Schüler in ihren gebildeten „Fraktionen“ beispielsweise über die Notwendigkeit neuer Radwege. Sie dürfen Anträge annehmen und ablehnen. „Durch das Planspiel erfahren wir, wie so eine Sitzung eigentlich abläuft“, sagt Viona Greve (16). „Es ist viel praxisbezogener als in der Schule, das bringt total Spaß.“

An dem Workshop nehmen insgesamt 43 Jugendliche von unterschiedlichen Lübecker Schulen teil. Zwei Schulklassen der Geschwister-Prenski-Schule sowie mehrere Schüler der Friedrich-List-Schule machen mit.

Interessenvertretung

Der Lübecker Jugendring e.V. ist eine gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände Lübeck. Er setzt sich für die Interessen und Rechte der Jugend gegenüber der Öffentlichkeit ein. Zusammen mit ihren Mitgliedern planen die Jugendverbände verschiedene Aktionen und Veranstaltungen für junge Leute.

In diesem Jahr nehmen 43 Schüler der Geschwister-Prenski-Schule, der Friedrich-List-Schule, der Emil-Possehl-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule an dem Projekt „Jugend macht Rathaus“

teil.

Michelle Rix