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Lübeck Die Polizei warnt: Telefonbetrüger sind in Ostholstein und Lübeck aktiv
Lokales Lübeck

Polizei warnt vor Betrug am Telefon: Fälle in Ostholstein und Lübeck

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15:15 27.01.2021
Die Anrufer riefen meist mit unterdrückter Nummer an.
Die Anrufer riefen meist mit unterdrückter Nummer an. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
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Neustadt/Lübeck

Die Polizei erneuert ihre Warnung vor Telefonbetrügern. Bereits am 26. Januar war die Rede von vier Anrufen im Raum Neustadt, bei denen sich der unbekannte Täter als angeblicher Rechtsanwalt ausgegeben habe – mit dem Ziel an Geld zu gelangen. Nun wurde bekannt, dass es allein am Dienstag mindestens 20 ähnliche Anrufe bei älteren Menschen im Kreis Ostholstein und Lübeck gab.

Betrug: Anrufer gaben sich als Anwalt, Polizist und Arzt aus

Polizeisprecher Ulli Fritz Gerlach sagte: „Die Maschen der Betrüger waren unterschiedlich, fast alle riefen jedoch mit unterdrückter Telefonnummer an.“ Die Unbekannten hätten sich mal als Anwalt, mal als Polizist, Arzt, alte Freundin oder als Sohn ausgegeben. Hinzugekommen seien Nachrichten wie „Ihr Sohn hat jemanden bei einem Verkehrsunfall getötet, ich benötige 30 000 Euro, damit er aus der Haft entlassen wird.“ und „Hier ist dein Sohn, ich liege im Krankenhaus mit Corona und brauche Geld für ein neues Medikament aus Israel, ich gebe dir mal den Arzt“.

Betrüger schocken mit Nachricht

 „Der Anruf mit der tragischen Nachricht löste bei vielen der älteren Angerufenen zunächst einen kurzen Schockmoment aus. Viele erkannten jedoch bereits am Telefon, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, und legten schnell auf“, führte Gerlach aus.

Die Polizei gibt Tipps

Die Polizeidirektion Lübeck erläuterte zudem, wie sich Angerufene verhalten sollen: Keinesfalls soll man am Telefon über persönlichen oder finanziellen Verhältnisse reden und personenbezogene Daten mitteilen. Auch rufe die Polizei weder mit unterdrückter Nummer noch mit der 110 an. Zudem sollten wichtige Telefonnummern der örtlichen Polizei und der Familienangehörigen sowie deren Arbeitsstätte direkt in Reichweite neben dem Telefon stehen, damit im Zweifelsfall die Nummern sofort präsent sind. Darüber hinaus raten die Beamten, Angehörige über die aktuellen Betrugsversuche zu informieren und abzusprechen, wie in einem Verdachtsfall vorzugehen ist.

Von Sebastian Rosenkötter