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Lübeck Possehl-Preis: Preisgekrönte TH-Arbeiten
Lokales Lübeck Possehl-Preis: Preisgekrönte TH-Arbeiten
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19:41 12.11.2019
Vergabe des Possehl-Ingenieur-Preises im Rathaus (v. l.): TH-Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig, Henrik Siegel, Karin Jepsen, Cesar Andres Carvajal Arrieta und Max Schön. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
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Lübeck

Es ist wieder wie gewohnt ein festlicher Rahmen – im Audienzsaal des Lübecker Rathauses vergeben der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes der Possehl-Stiftung, Max Schön, sowie TH-Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig den mit 5000 Euro dotierten Possehl-Ingenieur-Preis des Jahres 2019.

Im 100. Jubiläumsjahr der Possehl-Stiftung konnten Karina Jepsen und ihre Kommilitonen Cesar Andres Carvajal Arrieta sowie Henrik Siegel die Jury von ihren Arbeiten überzeugen und den Possehl-Ingenieur-Preis sowie die Förderprämien mit jeweils 3000 Euro dotiert für sich entscheiden.

Praxisbeispiel Windkraftanlagen auf Platz eins

Unmittelbar vor der Verkündung des Preises und der Prämien hatten alle drei Nominierten, noch in Unkenntnis der Platzierung, Gelegenheit, in einer Art Science Slam in wenigen Minuten ihre Arbeiten vorzustellen. Alle drei Arbeiten weisen in ihren Ergebnissen eine hohe Umsetzbarkeit und einen starken Praxisbezug auf.

Preisträgerin Karina Jepsen befasste sich in ihrer Arbeit mit der Entwicklung einer Füllsimulation in der Flügelfertigung von Windkraftanlagen. Jepsen entwickelte für den komplexen Füll- oder besser lnfusionsprozess eine Simulation.

Weniger Abfall und bessere Resultate

Durch diese Entwicklung können in der Produktion teurer Ausschuss beziehungsweise aufwendige Nacharbeiten bereits ab der Prototypenphase vermieden werden. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit tragen sowohl zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als auch zur ressourcen-schonenden Fertigung von Windkraftflügeln bei.

In der Masterarbeit von Cesar Andres Carvajal Arrieta vom Labor für Medizinische Sensor­- und Gerätetechnik (MSGT) in der Biomedizintechnik drehte es sich um einen Ansatz, ein optisches Messverfahren zur monochromatischen Glucose-Bestimmung zu nutzen.

Studie zu Mikroplastik im Abwasser

Und bei der zweiten Förderprämie, der Bachelorarbeit von Henrik Siegel, Student der Chemie- und Umwelttechnik, handelte es sich um eine Untersuchung von kommunalem Abwasser im Zentralklärwerk Lübeck hinsichtlich des Mikroplastik-Aufkommens.

Den Festvortrag an dem Abend hielt Frank Eilers, Keynote Speaker und Podcaster, vor den knapp 90 Gästen. Eilers sprach über das Thema „Die Zukunft der Arbeit: Mensch oder Maschine?“

Seit 1983: Der Possehl-Ingenieur-Preis

Die von dem ehemaligen Senator Possehl errichtete Stiftung, die er zu seiner Universalerbin eingesetzt hatte, fördert seit 1919 Vielfältiges in Lübeck, unter anderem auch die Hochschulen und damit die Studierenden.

Der Possehl-Ingenieur-Preis wird seit 1983 für hervorragende Abschlussarbeiten an Absolventen der ehemaligen FH und heutigen TH vergeben. Der Preis veranschaulicht die große Vielfalt der Ausbildung an der TH. Alle ausgezeichneten Arbeiten wiesen sehr hohe Praxisnähe auf, waren anwendungsorientiert und wurden in Kooperation mit hochschulexternen Einrichtungen angefertigt.

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