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Lübeck Werbung stapelweise in Hausflure gelegt
Lokales Lübeck Werbung stapelweise in Hausflure gelegt
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12:12 05.02.2019
Peter Grundmann ist sauer: Seine Werbeflyer wurden teilweise überhaupt nicht verteilt oder einfach stapelweise in Hausflure gelegt. Quelle: Thomas Krohn
Travemünde

Travemünder Unternehmen, die für ihre Produkte gezielt werben wollen, bedienen sich häufig der Postwurfsendung. Bei der Deutschen Post heißt das seit 2016 „POSTAKTUELL“. „Ihre Flyer oder anderen Werbemittel werden direkt vom Briefträger der Deutschen Post in die Briefkästen der Zielhaushalte eingeworfen. Dadurch wird eine zuverlässige Verteilung Ihrer Werbung erreicht“, heißt es auf einer Internetseite der Post. Ein Versprechen, das das Unternehmen offenbar nicht immer einhält.

Peter Grundmann jedenfalls ist stinksauer. Knapp 580 Euro hat der Gastronom vom Priwall an die Deutsche Post gezahlt, damit mehr als 4900 Werbeflyer für sein Restaurant „HerzhaftSüß & Mee(h)r“ auf der Halbinsel und in Travemünde in die Haushalte gebracht werden. Zudem hat er für den Druck der Flyer 60 Euro investiert. Offenbar teilweise vergeblich: In etlichen Straßen sind die Werbeträger überhaupt nicht verteilt worden, und in Mehrfamilienhäusern wurden die Flyer nicht wie vereinbart in die Briefkästen geworfen, sondern einfach stapelweise in die Hausflure gelegt. „Der erhoffte Werbeeffekt blieb aus, beziehungsweise ist stark verspätet, da wir jetzt auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen sind“, sagt Peter Grundmann. Insbesondere in einer Zeit, in der eher wenige Urlauber den Priwall besuchen, habe er sich mit der Werbeaktion mehr Zuspruch erhofft.

Kundenservice der Post spricht von „Unregelmäßigkeit“

Der Kundenservice der Post gesteht in einer E-Mail eine „Unregelmäßigkeit“ ein, sieht aber „generell keine mangelhafte Ausführung“. Ein Angebot zur Nachbesserung oder für eine Entschädigung macht die Post nicht. Stattdessen der Hinweis: „Wir freuen uns, wenn Sie bald wieder mit uns zufrieden sind.“ Und Nachfragen werden abgewehrt: „Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail. Sie erreichen uns am besten über unsere Kundenservice-Seiten.“ Maike Wintjen von der Post-Pressestelle Hamburg betont auf LN-Nachfrage: „Wir verfolgen grundsätzlich das Ziel, dass alle Aufträge zur Zufriedenheit der Kunden erledigt werden.“ Offenbar sei aber nicht der gesamte Auftrag mangelhaft gewesen. Der Kunde solle dies am besten mit dem Berater des Marketing-Centers der Post klären.

„Uns wurde keine Lösung angeboten“

Peter Grundmann ist von der Reaktion der Post enttäuscht. Für ihn hat sich die Sache jetzt erledigt, er will nicht weiter nachhaken. „Leider wurde uns keine Lösung zur Verbesserung angeboten. Daher werden wir künftig keine Werbung mehr von der Deutschen Post verteilen lassen, sondern das entweder selbst organisieren oder andere Unternehmen damit beauftragen.“

Thomas Krohn

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