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Lübeck Staatsanwältin fordert neun Jahre Haft für Lübecker Vergewaltiger
Lokales Lübeck Staatsanwältin fordert neun Jahre Haft für Lübecker Vergewaltiger
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17:35 07.02.2019
Vor der Verhandlung versteckt der Angeklagte sein Gesicht hinter einer Mappe. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Im Prozess gegen einen geständigen Vergewaltiger vor dem Lübecker Landgericht hat die Staatsanwaltschaft neun Jahre Haft gefordert. Zeugenaussagen, DNA-Spuren und das umfassende Geständnis des Angeklagten hätten dessen Täterschaft belegt, sagte die Staatsanwältin am Donnerstag.

Der heute 30 Jahre alte Mann hatte vor Gericht zugegeben, zwischen Mai und August 2018 in Lübeck zwei Frauen vergewaltigt und es bei zwei weiteren versucht zu haben. In seinem Schlusswort bat er die Opfer erneut um Verzeihung. Was er getan habe, tue ihm sehr leid, sagte der aus dem Irak stammende Angeklagte. Sein Verteidiger plädierte für eine angemessene Bestrafung und forderte sechseinhalb Jahre Haft. Das Urteil soll am 14. Februar (8.30 Uhr) verkündet werden.

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Angeklagter ging mit großer Brutalität vor

Bei seinen Taten sei der Angeklagte mit großer Brutalität vorgegangen, sagte Staatsanwältin Magdalena Salska. So habe er sein erstes Opfer, eine 24 Jahre alte Auszubildende, mehrfach mit dem Kopf auf den Boden geschlagen, bevor er sie dreimal unter den Arkaden an der Marienkirche vergewaltigte. Eine 17-Jährige zerrte er in einer Grünanlage in ein Gebüsch, um sich an ihr zu vergehen. Zwei weitere Frauen schlugen den Mann durch ihre heftige Gegenwehr in die Flucht. Eine von ihnen wurde jedoch von dem Angreifer erheblich verletzt.

Angeklagter hatte Vorwürfe lange bestritten

Verteidiger Ralf Wassermeyer sagte, angesichts dieser Taten könne er nicht um eine milde, sondern nur um eine angemessene Bestrafung bitten. Strafmildern müsse jedoch das umfassende Geständnis seines Mandanten berücksichtigt werden. „Dadurch hat er seinen Opfern eine weitere Traumatisierung durch die Befragung vor Gericht erspart“, sagte der Verteidiger. Nach der Festnahme Ende August 2018 hatte der Angeklagte die Vorwürfe zunächst mehrere Monate lang bestritten. Erst zu Beginn des Prozesses Mitte Januar hatte er für alle Prozessbeteiligten überraschend ein Geständnis abgelegt.

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dpa/RND