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Lübeck Angeklagter kommt in die Psychiatrie
Lokales Lübeck Angeklagter kommt in die Psychiatrie
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15:02 28.08.2018
Das Landgericht Lübeck sprach den 44-Jährigen am Dienstag vom Vorwurf des Totschlags frei und wies ihn in eine Klinik ein.
Das Landgericht Lübeck sprach den 44-Jährigen am Dienstag vom Vorwurf des Totschlags frei und wies ihn in eine Klinik ein. Quelle: Foto: Christophe Gateau/dpa / Video: Mopics
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Nach den Ausführungen der Sachverständigen leide der Angeklagte an paranoider Schizophrenie und sei zur Tatzeit schuldunfähig gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft, Nebenklägern und Verteidigung.

Der 44-Jährige hatte in seinem Schlusswort am vergangenen Freitag gesagt, wenn er die Tat wirklich begangen habe, gehöre er weggesperrt. Nach Auffassung des Gerichts besteht kein Zweifel daran, dass er der Täter war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Mann soll viele Jahre lang Drogen konsumiert haben

Als mögliche Ursache für die Psychose nannte die Gutachterin den langjährigen Drogenmissbrauch des Angeklagten. „Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 2014 hat er auch noch angefangen, Drogen wie Crystal Meth zu nehmen, die psychische Schäden hervorrufen“, sagte die Sachverständige vergangene Woche.

Im Prozess war zuletzt der Strafregisterauszug des 44-Jährigen verlesen worden. Darauf geht hervor, dass der heute 44-Jährige 1999 in Lübeck zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er in Hamberge bei Lübeck zwei litauische Autohändler erschossen und einen dritten schwer verletzt hat.

lno/LN