Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Punk, Pop und Rock beim Stereopark Festival
Lokales Lübeck Punk, Pop und Rock beim Stereopark Festival
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:01 04.11.2019
Singer-Songwriter Joris mit Band nutzte das Stereopark Festival als Abschluss seiner „Schrei es raus“-Tour. Quelle: (c) Majka Gerke
St. Lorenz Nord

Lieber Punk oder doch eher deutsche Popmusik? Russischen Polka-Ska oder vielstimmige Gassenhauer? Oder alles? Die rund 1200 Gäste des Stereopark Festivals, die am Sonnabend die Kulturwerft Gollan unsicher machten, brauchten sich nicht zu entscheiden. Kein Wunder, umfasste das Lineup doch sieben unterschiedliche Bands und Musiker.

Das Festival unter neuer Leitung

Morgens um acht Uhr standen die ersten Fans vor den Türen der Kulturwerft. „Wir haben ihnen erst einmal einen Schirm aufgestellt, damit sie nicht den ganzen Tag im Regen stehen müssen“, sagt Stereopark-Veranstalter Thilo Gollan. Er hat das Festival im vergangenen Jahr übernommen und noch weiter ausgebaut. „Die beiden Bühnen sind deutlich größer, wir haben mehr Technik eingesetzt und konnten bekanntere Acts gewinnen“, sagt Gollan. Geblieben ist die Mischung zwischen renommierten Bands und lokalen Newcomern. Bewährt hat sich auch der Foodcourt, wo man sich zwischen den einzelnen Musikacts stärken konnte und der Beginn des Festivals. Der gehörte zum dritten Mal dem Lübecker Kneipenchor, der laut und fröhlich den Abend startete. Als nächstes gehörte der Band Han Shot Greedo die kleinere Bühne des Festivals. Die LN-Wildcard-Gewinner sorgten mit ihrem Mix aus Psychedelic-Rock, Blues und Reggae für einen kraftvollen Einstand.

Emotionen in Deutsch und Punk

Für Ewa (10) kam danach der Höhepunkt des Festivals. Die Schülerin war gemeinsam mit ihrer Tante Maria (29) extra aus Hamburg gekommen, um Lotte zu sehen. Die brachte mit ihren deutschen Popsongs das Publikum vor der großen Bühne ordentlich zum Tanzen und hatte Lieder wie „Alles vorbei“, „Pauken“, „Fluchtreflex“ oder ihren neuen Hit „Auf das, was da noch kommt“ im Programm. „Ich mag Lottes Musik, weil sie ihre Emotionen so gut ausdrückt“, sagte Ewa begeistert. Ihre Begleitung freute sich mehr auf die Punkrocker von Rogers, die gleich im Anschluss auf der kleinen Bühne ein musikalisches Feuerwerk zündeten. Bei Songs wie dem alten Gebrüder Blattschuss-Gassenhauer „Kreuzberger Nächte“, „Die Nachbarn von oben“ oder „Wo immer du gerade bist“ zeigte sich das Publikum bewegungsfreudig. „Danke. Nicht nur, weil ihr hier seid, sondern auch, dass ihr auf kleine Konzerte geht und die Szene am Laufen haltet“, bedankte sich Rogers-Sänger Chris Hoffmeier.

Stereopark Festival in der Kulturwerft Gollan

Weiter ging es mit Joris. Der deutsche Liedermacher wählte das Stereopark Festival als Abschluss seiner „Schrei es raus“-Tour. Seine Fans freuten sich über Songs wie „Herz über Kopf“, „Signal“ oder dem Duett „Wer wir geworden wären“ mit Lotte. In der ersten Reihe lauschten unter anderem Katharina Block (25), Angelina Au (32) und Arne Jermis (28) der Musik von Joris. Das Trio stand schon um 12.30 Uhr vor der Gollan-Werft, um möglichst Plätze in der ersten Reihe zu bekommen. „Man ist dann einfach dichter dran“, fand Katharina. Die drei sind eingefleischte Konzertfans und lieben besonders deutsche Popmusik. „Man kann die Texte besser verstehen. Die berühren mich dann mehr“, erklärte Arne Jermis.

Die Kulturwerft wird zum Tanzpalast

Die russische Polka-Ska-Gewalt in Form der Band Russkaja sorgte dann für ein anderes Tempo. Sie hatten bei den ersten Songs noch den Lübecker Kneipenchor als Unterstützung dabei. „Wir haben uns hier versammelt, um ein Kollektiv zu bilden“, meinte Sänger Georgij Makazaria. Und im Kollektiv hüpften und sangen die Lübecker ausgelassen mit. Bei den Donots, dem Hauptact des Festivals, gab es für die Zuschauer dann gar kein Halten mehr. Zu dem Mix aus Alternativ-Rock und Punk der Donots, die gerade ihren 25. Bandgeburtstag feierten, tanzten die Fans ausgelassen durch den Raum. Sie freuten sich über Songs wie „Calling“, „So long“, „Stop the clocks“ oder auch „Last Christmas“, dem Weihnachtsklassiker von Wham.

Von Majka Gerke

Vor 14 Jahren schloss das Priwall-Krankenhaus für immer seine Türen. Jetzt haben die ehemaligen Mitarbeiter ihr Wiedersehen gefeiert. Im Mittelpunkt standen Erinnerungen an gute alte Zeiten.

04.11.2019

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schleswig-Holstein feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Zu den Feierlichkeiten in den Lübecker Media Docks am 15. November sind auch prominente Gäste geladen.

05.11.2019

Mysteriös: An Halloween verschwand die Yacht „Poncho“ einer Lübecker Familie aus dem Niendorfer Yachthafen. Einen Tag später tauchte sie beinahe unversehrt wieder auf.

04.11.2019