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Lübeck CDU kritisiert „Showprojekte“ wie die neue Piste in der Travemünder Allee
Lokales Lübeck CDU kritisiert „Showprojekte“ wie die neue Piste in der Travemünder Allee
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07:30 19.08.2019
Auf 650 Metern entsteht an der Travemünder Allee ein drei Meter breiter Zweirichtungs-Radweg, der über eine Million Euro kostet. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Drei Meter breit, schöne Oberfläche, verschiedene Farbmarkierungen, eine Million Euro teuer: Der neue Radweg an der Travemünder Allee in Lübeck wächst. CDU-Politiker kritisieren das Vorhaben. Der Ortsverband Lübeck-Süd will das Geld besser ausgeben und hinterfragt die Prioritäten.

Schwerpunkt auf Instandsetzung legen

Delf Kröger, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Lübeck-Süd, und Bürgerschaftsmitglied Bernhard Simon: „Wir fragen uns, wie die vorhandenen Planungskapazitäten sowie Finanzmittel optimal eingesetzt werden können.“ Es sei sinnvoller, den Schwerpunkt auf Instandsetzung, punktuelle technische Verbesserungen sowie Lückenschlüsse beim vorhandenen Radwegenetz zu legen. Kröger und Simon: „So lassen sich sehr schnell sichtbare Verbesserungen in der Breite erreichen.“

Bernhard Simon (CDU) will, dass das Geld für den Radwegebau in viele, kleine Maßnahmen gesteckt wird, die sofort umgesetzt werden können. Quelle: Lutz Roeßler

Im Lübecker Süden sei auf Initiative der CDU die Verkehrssicherheit des Radweges Wulfsdorf – Blankensee/Flughafen wieder hergestellt worden, indem bei der Rampe zur Überquerung der B 207 und der Bahnlinie die zerstörten Holzgeländer durch stabile Metallgeländer ersetzt worden seien. Auch die Instandsetzung eines weggebrochenen Teilstücks des Radweges an der Ratzeburger Allee/Höhe Falkenhusener Weg habe die CDU erreicht.

Aufgebrochene Asphaltdecken reparieren

Weiterhin fordert der Ortsverband die farbliche Kennzeichnung des Radweges an der Ratzeburger Allee im Bereich von einmündenden Nebenstraßen, die Reparatur aufgebrochener Asphaltdecken, besonders im Bereich von Baumwurzeln sowie Entfernung von Kantsteinen zwischen Rad- und Fußwegen, die Beleuchtung des Radweges an der B 207 zwischen Einkaufszentrum Campus und Carl-Gauss-Straße im Hochschulstadtteil, einen neuen Rad- und Fußweg zwischen dem Dorfplatz Blankensee und der Firma Euroimmun sowie die Schließung kleinerer Lücken im Europäischen Radwanderweg beim Schanzenbergweg zwischen Blankensee und Beidendorf.

Bernhard Simon: „Ähnliche Ansätze kann man sicher auch in anderen Stadtteilen finden. Die Umsetzung solcher Maßnahmen würde für Radfahrer in Lübeck einen viel größeren Nutzen erbringen als die Realisierung einzelner teurer Showprojekte.“ Und man brauche auch nicht auf das Ergebnis aufwendiger Bestandsaufnahmen warten, sondern könne sofort loslegen. Simon: „Die CDU wird sich dafür einsetzen, dass die im Haushalt 2020 bereitzustellenden Mittel so eingesetzt werden, dass sie den bestmöglichen Nutzen generieren.“

Christopher Lötsch (CDU): „Es reicht nicht, nur einen Fahrradweg zu bauen und Parkplätze zu reduzieren.“ Quelle: Lutz Roeßler

Aus anderen Gründen kritisiert der Bauausschussvorsitzende Christopher Lötsch den Radweg Travemünder Allee. „Es reicht nicht, nur einen Fahrradweg zu bauen und Parkplätze zu reduzieren“, sagt der CDU-Politiker, „wir benötigen ein Gesamtkonzept für den Zugang zur Altstadtinsel im Bereich des Burgtores.“

Einrichtung eines Parkhauses

Dazu würden auch eine Umgestaltung des Gustav-Radbruch-Platzes, Radwege an der Roeckstraße und die Errichtung eines Parkhauses gehören. „Wenn es uns wirklich gelingen soll, den Autoverkehr auf der Altstadtinsel zu reduzieren, müssen wir auch Parkmöglichkeiten vor dem Burgtor im Bereich des Gustav-Radbruch-Platzes anbieten“, erklärt Lötsch, „dort kann man dann bequem in den Bus steigen, zu Fuß in die Altstadt gehen oder einen E-Scooter nutzen.“

Von dor

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