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Lübeck Reger Ansturm auf den 7. Lübecker Notfalltag
Lokales Lübeck Reger Ansturm auf den 7. Lübecker Notfalltag
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18:10 13.05.2017
St. Jürgen

Gut besucht war gestern der 7. Lübecker Notfalltag, der im Audimax des UKSH stattfand. Rund 600 Anmeldungen von Ärzten, Rettungssanitätern, Pflegekräften und auch Medizinstudenten konnte Mit-Organisatorin Beatrice Kwasny verzeichnen. „Es werden jedes Jahr mehr“, freut sie sich. Angeregt wurde der Notfalltag von Professor Holger Thiele vom Universitären Herzzentrum Lübeck. Er brachte die Idee aus Leipzig mit und möchte so eine zeitgemäße Notfalltherapie von wichtigen Krankheitsbildern sowohl für Mitarbeiter des Rettungsdienstes als auch des Krankenhauses darstellen. „Gerade für den Rettungsdienst ist der Notfalltag einfach eine super Sache“, sagt Kwasny.

Die Teilnehmer kamen dabei aber nicht nur aus der Hansestadt und Umgebung, sondern reisten teilweise von weit her an, um sich bei der Fortbildungsveranstaltung über notfallmedizinische Themen wie Bewusstlosigkeit, Herzerkrankungen, Verbrennungen oder auch Posttraumatische Belastungsstörungen zu informieren und auszutauschen. „Wir haben Teilnehmer, die extra aus Stuttgart, Frankfurt oder aus Sachsen gekommen sind“, sagt Kwasny.

Ganz so weit hatte es Christian Liebezeit nicht. Der Notfallsanitäter und Lehrkraft an der Akademie der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) ist aus Heide angereist. „Ich bin das dritte Mal bei den Notfalltagen dabei“, sagt Liebezeit. Ihm gefällt der Mix der Veranstaltungen. Neben kurzen Vorträgen von jeweils 20 Minuten konnten die Teilnehmer auch an drei Workshops teilnehmen. Auch hier ging das Themenfeld weit auseinander. „Die Ideen dazu kommen auch durch die Teilnehmer. Wir fragen jedes Mal, was ist interessant, was wollt ihr hören“, sagt Beatrice Kwasny.

Über neue Anwendungen und Produkte konnten sich die Teilnehmer an den 16 Ständen informieren, die im Foyer aufgebaut waren. Unter ihnen auch Nele Staedt und Sarra Souidi, die über die neue Handy-App „Meine Stadt rettet“ aufklärten. Die App, die unter anderem vom UKSH, dem Universitären Herzzentrum Lübeck, der Berufsfeuerwehr Lübeck und dem ASB entwickelt wurde, richtet sich an ausgebildete Ersthelfer. Einmal registriert können diese bei einem Notfall, der in ihrer Nähe stattfindet, von der Rettungsleitstelle schnellstmöglich zu dem Patienten geschickt werden, um vor Eintreffen der Rettungskräfte Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten und so wertvolle Zeit einzusparen. „Bei Herz-Kreislaufstillstand zählt jede Minute“, sagt App-Mit-Initiator Holger Thiele. Seit dem 1. April ist die App in der Hansestadt im Einsatz. „Bis jetzt haben wir 250 registrierte Nutzer. Unser Ziel sind 600, dann haben wir für Lübeck eine flächendeckende Abdeckung“, sagt Thiele. Der 8. Lübecker Notfalltag findet im November statt.

mg

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