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Lübeck Rekord beim Klimastreik: So haben die Lübecker demonstriert
Lokales Lübeck Rekord beim Klimastreik: So haben die Lübecker demonstriert
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21:00 20.09.2019
Die FFF-Demo in Lübeck erreicht das Stadion am Buniamshof. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

10.52 Uhr: Vor der Musik- und Kongresshalle (MuK) in Lübeck haben sich die ersten Teilnehmer des Klimastreiks versammelt. Ida (5) trägt ein Plakat mit der Aufschrift: „Rettet die Umwelt“. Ihre Großmutter, Uschi Hartwig (65), sagt: „Es ist ganz wichtig, dass sich für die Kinder etwas verändert.“ Es wird voll an der MuK.

11.47 Uhr: Maja Nolte (17) von der FfF-Gruppe Lübeck hält an der MuK die erste Rede: „Wir müssen den Klimawandel überall zum Thema machen. Wir sind viele und wir werden mehr.“ Dann sprechen die Lübecker „Omas gegen Rechts“. Angelika Lischke (69) sagt: „Wir unterstützen Eure Forderungen. Bleibt laut. Bleibt kritisch.“

Die Bilder der großen „Fridays for Future“-Demo mit 6000 Teilnehmern in Lübeck

Es geht los – die Demo zieht über den Lindenteller

12.44 Uhr: Es geht los. Und kurz danach wird in der Willy-Brandt-Allee klar: Die Demo ist riesig. Tausende ziehen Richtung Lindenteller und in die Moislinger Allee.

13.04 Uhr: Nach ersten Schätzungen der Polizei sind in der Lachswehrallee schon 4000 Klimaaktivisten auf der Straße. Die bisher größte FFF-Demo in der Hansestadt fand mit rund 2800 Teilnehmern am 15. März statt. Der Rekord ist also gebrochen. Kreative Plakate, Parolen, Gesang und Musik füllen die Straße.

Am Buni kommen Zuschauer und Teilnehmer vom Staffellauf dazu

13.31 Uhr: Der Klimastreik erreicht das Stadion Buniamshof an. Gänsehaut-Stimmung. Die ersten Zuschauer und Teilnehmer des Staffeltages steigen mit ein. Paula Wirz (16) von der Prenski-Schule sagt: „Das ist krass, wie viele Leute wir sind.“ Später in der Mühlenstraße spricht die Polizei von bis zu 6000 Teilnehmern.

14.55 Uhr: Der Klimastreik ist im Herzen der Stadt angekommen. Auf dem Markt lässt Stanley Jakubeck (34) Seifenblasen in den Himmel steigen. „Als Symbol der Hoffnung“, sagt der Lübecker, „auch wenn es schon fast zu spät ist. Aber wir geben nicht auf.“ Ein Teil der Menge wartet am Kohlmarkt/Holstenstraße. Weiter geht es Richtung Bahnhof.

Sitzstreik am Lindenteller –die Polizei räumt

15.38 Uhr: Die Menge erreicht den Lindenteller. Es gibt einen Sitzstreik. Es sind schon deutlich weniger Leute dabei. Eine halbe Stunde zieht der überwiegende Teil der Versammlungsteilnehmer zurück in Richtung Willy-Brandt-Allee, nur etwa 200 Demonstranten bleiben.

17.13 Uhr: Der Einsatzleiter der Polizei hat gerade die zweite Aufforderung durchgesagt, den Platz zu räumen. „Es ist eine Abwägung zwischen der Versammlungsfreiheit dieser spontanen Kundgebung und dem Recht der Anderen auf Bewegungsfreiheit“, erklärt Polizeisprecherin Bettina Ebeling. Kurz darauf beginnt die Polizei mit der Räumung. Die Demonstranten verlassen den Platz und Richtung MuK und skandieren: „Klimaschutz ist kein Verbrechen.“

Bewertung von Organisatoren und Polizei

18 Uhr: Lukas Leitner, Zoe Böttcher, Martha Lorenzen, Catalina Krieger und Lars Mussehl vom Organisationsteam ziehen ein positives Fazit. „Es war toll, wie viele Menschen wir erreicht haben“, sagt Lorenzen. Politisch bleibe aber noch viel zu tun, mahnt Leitner.

19 Uhr: Die Polizei schickt eine abschließende Pressemitteilung: „Die Versammlung verlief insgesamt ruhig und friedlich. Im Bereich des Lindenplatzes nahmen circa 200 Personen an einer Sitzblockade teil. Rund um die Lübecker Innenstadt kam es zu den erwarteten Verkehrsbehinderungen.“

Hier waren Sie direkt dabei: Wir haben im LIVE-Ticker von der Demo berichtet

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