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Lübeck Rettungsgassen-Video: Datenschützerin rät zum Verpixeln
Lokales Lübeck Rettungsgassen-Video: Datenschützerin rät zum Verpixeln
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15:12 21.05.2019
Fotos von „Rettungsgassen-Sündern“: Gesichter und Kennzeichen sollten verpixelt sein. Quelle: HFR
Lübeck

 Gefährliche Manöver auf der Autobahn A 1: Der Lübecker Norbert Lehmkuhl hat das Wenden in der Rettungsgasse gefilmt. Etliche Autofahrer wollten nicht länger im Stau stehen und sind gegen die Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse zurückgefahren. Das war am Dienstag vor einer Woche. Lehmkuhl hat die Videos auf seine Facebook-Seite hochgeladen. Die Aufnahmen wurden mehr als 50 000 Mal geteilt, darunter finden sich mehr als 4000 Kommentare.

Oberste Datenschützerin in Schleswig-Holstein: Marit Hansen Quelle: Markus Hansen

Allerdings: Gesichter und Kennzeichen hätten verpixelt sein müssen. „Es ist nicht zulässig, personenbezogene Daten zu veröffentlichen, ohne Einwilligung der Betroffenen“, sagt Marit Hansen, Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragte. Die gibt es im Fall der Video-Aufnahmen von der A 1 nicht. Dafür gebe es prinzipiell eine Bußgeldstrafe. Allerdings: Jemand müsste sich über Lehmkuhl bei der Datenschutzbeauftragten beschweren. Das ist bisher nicht geschehen. Und Hansen geht auch nicht davon aus, dass es passiert.

Denn den Rettungsgassen-Sündern selbst droht ja eine Strafe. Für das Wenden in der Rettungsgasse müssen Autofahrer den Führerschein abgeben, erhalten zwei Punkte beim Kraftfahrt-Bundesamt und müssen 400 Euro Strafe zahlen. Die Polizei hat die Videos ausgewertet und bisher zehn Autos und deren Fahrer identifiziert.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 ist ein Lkw auf einen anderen Laster aufgefahren.

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Josephine von Zastrow

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