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Lübeck Risikospiel am Sonntag in Lübeck: Polizei bekommt Verstärkung
Lokales Lübeck Risikospiel am Sonntag in Lübeck: Polizei bekommt Verstärkung
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19:53 09.08.2019
Ein Fest in Grün-Weiß erhoffen sich die Fans des VfB Lübeck vom Pokalspiel gegen den FC St. Pauli. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

 Für den VfB Lübeck und seine Fans ist es ein sportliches Großereignis. Für die Polizei ist es ein Sicherheitsproblem. Am Sonntagnachmittag treffen die Fußballmannschaften des VfB und des FC St. Pauli im DFB-Pokal aufeinander. Die Fans aber sollen möglichst gar nicht aufeinandertreffen. Dafür sorgt ein besonders großes Aufgebot von Polizisten und Stadionordnern.

+++ So kommen Sie am Sonntag zum Stadion

110 statt 40 Ordner im Stadion

Wegen der traditionell starken Rivalität zwischen VfB- und St.-Pauli-Fans spricht die Polizei von einem „Risikospiel“. Im Stadion sind nach Angaben des VfB 110 Ordner im Einsatz, davon 30 aus dem Millerntorstadion. Bei normalen Ligaspielen setzt der Verein nur 40 Ordner ein. Die Polizei macht keine genauen Angaben über ihre Personalstärke und Taktik. Die Polizeidirektion Lübeck spricht aber in ihrer schriftlichen Antwort auf die Fragen der LN von „starken Kräften“. Sie erhalte Unterstützung von außen, unter anderem aus Eutin und Hamburg.

Zwei getrennte Fan-Märsche

Das Spiel wird um 15.30 Uhr angepfiffen. Der Einlass ins Stadion beginnt aber schon um 12.45 Uhr. Knapp 2000 St.-Pauli-Fans werden erwartet. Die Polizei rechnet mit einem großen Teil von ihnen schon am Vormittag. Der Fanklub „Ultrà Sankt Pauli“ hat für 12.15 einen Marsch vom Hauptbahnhof zur Lohmühle angekündigt. Für die selbe Zeit haben Lübecker Fans zum „Traditionsmarsch“ vom Holstentor zum Stadion aufgerufen. Aufeinandertreffen sollen die beiden Märsche auf keinen Fall.

Polizeihunde auf dem Bahnhof

Auf dem Bahnhofsgelände ist die Bundespolizei zuständig. Die Beamten werden sich dort mit Diensthunden aufstellen. „Wir sorgen dafür, dass die Hamburger, wenn sie ankommen, keinen Lübeck-Fans im Bahnhof begegnen“, sagt Bundespolizei-Sprecher Gerhard Stelke. Die St.-Pauli-Fans werden über den Ausgang Steinrader Weg aus dem Bahnhof geführt. VfB-Fans, die mit dem Zug kommen, verlassen den Bahnhof durch den Haupteingang.

Verkehr wird behindert

Der VfB hat schon beim Ticketverkauf alles daran gesetzt, die Fangruppen auseinanderzuhalten. Tickets für den Gästeblock gab es nur in Hamburg zu kaufen. Karten für die Heimbereiche des Stadions waren größtenteils nur für Vereinsmitglieder und Dauerkartenbesitzer erhältlich. Das hat nicht nur Sicherheitsgründe, sagt VfB-Vorstand Florian Möller: „Es ist auch sehr, sehr wichtig, Heimspielatmosphäre zu schaffen.“ An den Rändern des Gästeblocks werden außerdem Plätze extra freigehalten, um Abstand herzustellen. Auch die Parkplätze werden getrennt.

Autofahrer müssen in Lübeck am Sonntag mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Eng wird es laut Polizei vor und nach dem Spiel rund um den Bahnhof und die Lohmühle.

Letztes Spiel 2016 verlief friedlich

Was das Sicherheitskonzept angeht, gibt VfB-Vorstand Möller sich zuversichtlich, dass es so gut aufgeht wie beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vor drei Jahren. Damals gab es Probleme mit Pyrotechnik, aber keine Gewalt. „Solange das eine sportliche Rivalität ist, ist das ja auch alles gut“, sagt Möller über die Spannungen zwischen den Fan-Lagern. „Die dürfen sich schon mal Gesänge um die Ohren hauen.“

Von Hanno Kabel

Weil die Polizei am Sonntag die Anreise regeln und die Fanlager voneinander trennen muss, kommt es für die Lübecker beim Pokalhit gegen den FC St. Pauli zu Einschränkungen im Stadtgebiet. Die Anreise ohne Karten lohnt nicht – das Spiel ist restlos ausverkauft.

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