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Lübeck Sadomaso-Film lässt Prosecco-Umsatz in Lübeck steigen
Lokales Lübeck Sadomaso-Film lässt Prosecco-Umsatz in Lübeck steigen
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19:30 02.10.2018
Quelle: AFP
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Innenstadt

Ein Hype geht um die Welt: Seit dem Kinostart von „Fifty Shades of Grey“ vor gut einer Woche laufen rund um den Globus die Kinokassen heiß. Allein in Deutschland wurden bislang etwa 1,35 Millionen Kinotickets verkauft. Die Verfilmung der Erotik-Triologie von E. L. James lockt vor allem mit der Sadomaso-Thematik die Zuschauer. Auch in Lübeck strömen die Besucher ins Kino.

Seit dem Kinostart von „Fifty Shades of Grey“ laufen rund um den Globus die Kinokassen heiß. Auch in Lübeck strömen die Besucher ins Kino.

Im Cinestar Stadtpalast bilden sich auch eine Woche nach Filmstart lange Schlangen vor den Kassen. Um dem Besucherandrang gerecht zu werden, zeigt das Kino in der Mühlenstraße „Fifty Shades of Grey“ gleich sieben Mal pro Tag. „Der Film ist wirklich sehr, sehr gut besucht“, sagt Kinochef Stefan Schwabe. Genaue Zahlen will er aber nicht nennen.

Laut Schwabe ist die Romanverfilmung insbesondere bei den Lübeckerinnen sehr beliebt. „Das zeigt sich in dem enorm angestiegenen Prosecco-Umsatz, den wir seit dem Filmstart verzeichnen können.“

Und in der Tat: Vor den Kinosälen tummeln sich mehr Frauen als Männer. In kleinen und größeren Gruppen pilgern sie mit Prosecco oder Softdrink in der Hand zu ihren Sesseln. Vor Kino 3 steht Krystina Jahn mit ihren Freundinnen. Sie unterhalten sich noch einmal über die Romanvorlage.

Und die Frauen sind sich einig: Vor allem Hauptdarsteller Jamie Dornan entspricht nicht den Erwartungen. „Ich habe mir den anders vorgestellt. Irgendwie attraktiver“, sagt Krystina, und ihre Freundinnen stimmen ihr zu. Dass in den Kinosälen ein absoluter Frauenüberschuss herrscht, liegt ihrer Meinung nach daran, dass Männer mit der Thematik einfach nichts anfangen können.

Ein paar Meter weiter warten auch Annika Koop und eine Freundin auf den Beginn der Vorstellung. Annika hat alle drei Teile von „Fifty Shades of Grey“ gelesen. „Ich befürchte, dass die Erotik-Szenen des Films harmloser als im Buch sind“, sagt sie. „Da geht es ja schon ordentlich zur Sache.“

125 Spielminuten später ist der Film dann vorbei, die Gäste verlassen das Kino. Zwischen den Frauengruppen fallen die wenigen Männer sofort ins Auge. Zwei von ihnen sind Stefan Schoer und Christoph Vollmar. „Wir hatten vorher keine großen Erwartungen, weil wir nichts über die Handlung wussten“, sagt Stefan.

Zwei Klassenkameradinnen hatten die Jungs überredet, mit ins Kino zu kommen. „Ich wusste nur, dass da so Beate-Uhse-Kram drin vorkommt. Das hat sich dann auch bestätigt“, sagt Stefan und grinst dabei. „Ein sehr softer Softporno“, resümiert sein Freund Christoph, „wenn überhaupt.“

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