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Lübeck Frischzellenkur der Hubbrücke: Alle drei Brücken bleiben
Lokales Lübeck

Sanierung der Hubbrücke in Lübeck: Das sind die Pläne der Stadt

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19:00 21.03.2021
Direkt vor Lübecks Altstadt: Die Hubbrücke besteht aus drei Brücken. Alle drei Querungen sollen wieder genutzt werden.
Direkt vor Lübecks Altstadt: Die Hubbrücke besteht aus drei Brücken. Alle drei Querungen sollen wieder genutzt werden. Quelle: Timon Ruge
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Lübeck

Alle drei Querungen der Hubbrücke sollen saniert – und genutzt werden. Das haben die Politiker im Bauausschuss entschieden. Allerdings: Bezahlen soll das nicht die Stadt. 

Hubbrücke steht unter Denkmalschutz

Die Fakten: Die Hubbrücke nutzen täglich rund 14 500 Autofahrer und 930 Radfahrer. Noch steht der Zeitpunkt der Sanierung nicht fest. Dabei ist das Bauwerk seit Jahren marode. Die Hubbrücke von 1900 steht unter Denkmalschutz. Der Eigentümer der Brücke ist der Bund, konkret die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). 

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Drei Brücken, zwei Brücken genutzt

Die aktuelle Situation: Die Hubbrücke besteht aus drei Brücken. Eine für Fußgänger, eine für Autos und Radfahrer und eine für Züge. Die Brücke für die Züge ist stillgelegt.

Extra Brücke für Fußgänger

Nun liegen drei Varianten vor, wie die Brücke saniert werden soll. Diese Variante wollen die Politiker: Die stillgelegte Brücke für Züge soll künftig von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden. Denn aktuell ist die Hubbrücke nicht für alle Menschen passierbar. Die Brücke für Fußgänger hat zwei steile Treppen. Gehbehinderte, Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl können die Brücke deshalb nicht benutzen.

So teuer wird die Sanierung

Aber: Diese Variante ist auch die teuerste. Sie kostet 16,2 Millionen Euro. Doch der Eigentümer WSV will nicht alles zahlen. Die Stadt soll davon neun Millionen Euro übernehmen. Das aber will die Stadt nicht – und das wollen auch die Politiker nicht.

Notlösung: Dritte Brücke nur erhalten

Deshalb steht in dem Beschluss: Die Stadt soll Fördergelder suchen – oder der Eigentümer WSV der Brücke soll diese Variante der Sanierung bezahlen. Und dann kommt der Nachsatz: Wenn das nicht funktioniert, dann wird die umstrittene dritte Brücke lediglich erhalten – mit der Option sie später so herzurichten, dass man sie auch irgendwann einmal nutzen kann. Ein konkreter Zeitpunkt ist nicht genannt.

Von Josephine von Zastrow