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Lübeck In Schleswig-Holstein gibt’s jetzt Grippeschutzimpfungen in Apotheken
Lokales Lübeck

Schleswig-Holstein: Grippeschutzimpfungen in Apotheken starten

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20:00 19.11.2021
Wer keinen Hausarzt hat oder diesen selten aufsucht, kann sich ab sofort in der Apotheke gegen Grippe impfen lassen.
Wer keinen Hausarzt hat oder diesen selten aufsucht, kann sich ab sofort in der Apotheke gegen Grippe impfen lassen. Quelle: AOK
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Kiel/Stuttgart

Ab sofort wird die wichtige Grippeschutzimpfung auch in schleswig-holsteinischen Apotheken durchgeführt. Drei Jahre lang werden die AOK Nordwest und der pharmazeutische Großhändler GEHE in einem Modellvorhaben testen, ob sich durch Impfungen in Apotheken die Impfquote erhöhen lässt. „Damit bieten wir als erste gesetzliche Krankenkasse in Schleswig-Holstein unseren Versicherten eine zusätzliche Möglichkeit, sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen zu lassen“, sagte AOK-Landesdirektorin Iris Kröner. In Lübeck machen die Paracelsus-Apotheken in der Ziegelstraße (Plaza) und im Oberbüssauer Weg sowie die Neue Laurentius Apotheke in der Schönböckener Straße mit. Alle teilnehmenden Apotheken sind im Internet veröffentlicht.

Ziel: Impfquote von 35 auf 75 Prozent steigern

Mit dem offiziellen Start am Freitag können sich ab sofort Versicherte der AOK Nordwest in vielen Apotheken im Norden gegen die Grippe impfen lassen. Damit nutzen die beiden Akteure AOK den Gestaltungsspielraum, den der Gesetzgeber durch das im letzten Jahr in Kraft getretene Masernschutzgesetz gegeben hat. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die Impfquote deutlich zu erhöhen“, sagt Andreas Thiede, Vorsitzender der Geschäftsführung bei GEHE.

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„Die Apotheken sind startklar und freuen sich auf diese neue Aufgabe“, sagte Thiede. Man sei bestens auf die bevorstehenden Grippeschutzimpfungen vorbereitet. Die Impfquote liegt in Deutschland bei den über 60-jährigen bei etwa 35 Prozent, laut Weltgesundheitsorganisation sollten es 75 Prozent sein.

Positive Erfahrungen in anderen europäischen Ländern

AOK-Landesdirektorin Iris Kröner betonte, dass die Grippeschutzimpfungen in Apotheken ein zusätzliches Angebot neben der bewährten Grippeimpfung durch die Hausärzte darstelle und gleichzeitig die medizinische Versorgung der AOK-Versicherten verbessere. Erfahrungen in an-deren europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich, Schweiz oder Großbritannien hätten gezeigt, dass sich mit solchen Angeboten in Apotheken die Impfquote deutlich steigern lasse.

Menschen wieder anfälliger für Grippeviren

Angesprochen wurden vor allem Menschen, die sich sonst nicht haben impfen lassen. „Wir wollen in den Apotheken vor Ort einen niederschwelligen Zugang vor allem auch für Menschen anbieten, die keinen Hausarzt haben oder diesen nur selten aufsuchen. Das sollte doch im Interesse aller sein“, sagte Kröner. Und genau das sei in der laufenden Impfsaison wichtiger denn je. Grund: Durch den zunehmenden Wegfall der Corona-Beschränkungen sind die Menschen wieder anfälliger für Grippeviren geworden. „Deshalb sollte dieses Angebot jetzt unbedingt genutzt werden“, appellierte Gönna Schneil, Leiterin der Akademie von GEHE & Alliance Healthcare Deutschland.

Von ng