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Lübeck LKW-Unfall auf der A 1 sorgte für Staus und Verkehrschaos in Lübeck
Lokales Lübeck LKW-Unfall auf der A 1 sorgte für Staus und Verkehrschaos in Lübeck
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11:56 15.05.2019
Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 bei Lübeck ist ein Lkw auf einen anderen Laster aufgefahren. Der Fahrer musste aus dem Führerhaus befreit werden. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Schwerer Verkehrsunfall am Dienstag auf der A 1 zwischen Kreuz Lübeck und der Anschlussstelle Moisling. Es gab einen Schwerverletzten und zwei Leichtverletzte. Nach dem Zusammenstoß von zwei Lkw und einem Pkw gegen 10.20 Uhr war die Autobahn Richtung Norden über Stunden gesperrt. Der Verkehr staute sich kilometerlang. Er wurde über die A 20 abgeleitet und kam aber auch im Süden Lübecks zeitweise zum Erliegen.

Zu dem Unfall kam es, als ein Lkw mit leerem Anhänger etwa 500 Meter vor der Abfahrt Moisling aufgrund eines Staus bis zum Stillstand abbremsen musste. Ein ihm folgender gelber VW-Caddy konnte ebenfalls rechtzeitig bremsen. Der Fahrer eines Sattelzuges aus Portugal erkannte die Situation nach Polizeiangaben jedoch offenbar zu spät. Er fuhr nach ersten Erkenntnissen ungebremst auf den VW-Caddy auf.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 ist ein Lkw auf einen anderen Laster aufgefahren.

Auto wird gegen Lkw geschoben

Dabei wurde der Caddy zunächst gegen den Anhänger des Lkw geschoben. Der VW kam ins Schleudern, wurde nach links über die Fahrbahn und gegen die Mittelschutzplanke geschoben. Dort kam er zum Stehen. Für den Fahrer war das Glück im Unglück: Er wäre sonst zwischen Sattelzug und Anhänger geraten.

Der Mann wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch der erste Lkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Er konnte eigenständig sein Fahrzeug verlassen und kam ins Krankenhaus.

Rettungshubschrauber Christoph 12 flog Notarzt ein

Der Mann im Sattelzug hingegen, ein 49-jähriger Portugiese, prallte mit seinem Führerhaus voll gegen den Lkw-Anhänger. Die Zugmaschine wurde so stark eingedrückt, dass der Mann eingeklemmt wurde. Er konnte erst nach einer Stunde befreit werden. Rettungshubschrauber Christoph 12 flog den Notarzt ein. Dieser begleitete den Portugiesen mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen, ins Krankenhaus.

Zuletzt fuhr noch eine Frau mit ihrem VW-Golf leicht auf den Sattelzug auf. An allen Fahrzeugen entstanden teils erhebliche Sachschäden. Feuerwehr, Rettungsdienst Lübeck und Polizei waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Die A 1 war zwischen dem Kreuz Lübeck und Lübeck-Moisling über Stunden gesperrt. Gegen Mittag stauten sich die Fahrzeuge bis weit hinter Reinfeld. Der Verkehr wurde über die A 20 abgeleitet. Aber auch auf den Umleitungen gab es Staus. Auf der Autobahn 20, der Baltischen Allee und bis nach Genin war kaum ein Durchkommen. Auch Berliner Allee und Kronsforder Allee waren teils in beiden Fahrtrichtungen dicht. Fast der gesamte Süden Lübecks war betroffen.

Bergung mit Autokran

An der Unfallstelle war nach Polizeiangaben „problematisch, dass der Sattelzug aus Portugal mit Gefahrstoffen (Airbagmodulen)“ beladen war. Für die Bergungsarbeiten musste unter anderem ein Autokran eingesetzt werden. Gegen 13.30 Uhr konnte zunächst der linke Fahrstreifen in Richtung Norden für den Verkehr freigegeben werden. Die Staus blieben. Die Fahrbahn musste noch gereinigt werden. Am Nachmittag war die A1 wieder weitgehend frei.

 Zusätzliche Behinderungen gab es, weil Teilbereiche des Autobahnkreuzes Lübeck von 9 bis 15 Uhr voll gesperrt werden mussten. Laut Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) waren Reparaturen an den Schutzplanken, Bankettarbeiten sowie der Austausch von Beschilderungen notwendig.

Autofahrer sollen in Rettungsgasse gewendet haben

Außerdem kursieren im Internet Videos, die für viel Aufregung sorgen. Es zeigt Autofahrer, die scheinbar im Stau auf der A 1 wenden und die Rettungsgasse nutzen, um als Geisterfahrer die Autobahn zu verlassen. Diese Videos liegen auch der Polizei vor. Derzeit ist aber noch unklar, ob es sich wirklich um Vergehen handelt oder ob Einsatzkräfte der Polizei kurzfristig Autos in entgegengesetzter Richtung zum Autobahnkreuz zurückgeleitet haben. Laut Sprecher Stefan Muhtz von der Polizeidirektion Lübeck überprüfen die Ermittler die Sequenzen „und werden gegebenenfalls ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren einleiten“. Die LN werden dazu weiter berichten, sobald Ergebnisse vorliegen.

Cosima Künzel

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