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Lübeck Sechs Bands rocken den Campus
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12:36 17.05.2017
Quelle: Lena Schüch
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Auf den ersten Blick ist das Logo der Universität zu sehen: eine mittelalterliche Hansekogge mit Besatzung in voller Fahrt. Doch auf dem Plakat zum Campus Open Air haben sich noch ein paar mehr Leute ins Schiff gemogelt: Musiker mit Gitarre, Trompete und Tamburin, tanzende Menschen. „Das soll wieder ein großes Fest werden“, sagt Manja Golakov, eine der Organisatorinnen des Uni-Musikfestivals, „und alle sind dazu eingeladen, nicht nur Studenten, sondern auch Anwohner, Familien und Musikbegeisterte jeglichen Alters.“ Also sozusagen alle in einem Boot — und das gilt auch für die Organisation.

Kurz vor dem diesjährigen Campus Open Air gibt es für das Kulturreferat des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) und seine insgesamt rund 150 Helfer noch so einiges zu tun: Flyer verteilen, Anwohner benachrichtigen, Getränke und Speisen ordern. „Da wir das jetzt hier allerdings schon zum dritten Mal machen, haben wir schon etwas mehr Erfahrung“, sagt Medizinstudentin Mirja Müller, die sich vor allem um das Booking und die Betreuung der Bands kümmert. „Vor zwei Jahren war das hier eher ein Testlauf.“ Mit zum Beispiel nur einem Getränkewagen merkten die Veranstalter schnell, dass man die Menge an musikbegeisterten Besuchern nicht ausreichend versorgen konnte. „Wir wurden quasi überrannt“, erzählt Manja Golakov. „Die Polizei sagte später, dass gut 2500 Besucher auf dem Open Air waren.“

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Doch die Erfahrungen aus den vergangenen beiden Jahren lassen die „alten Hasen“, die von Anfang an dabei sind, jetzt in die Organisation des diesjährigen Festivals einfließen. „Am besten wäre es noch, ein Handbuch zu schreiben“, sagt Manja Golakov. „Damit nicht jedes Mal wieder von vorn angefangen werden muss.“ Denn jedes Jahr sind wieder neue freiwillige Helfer dabei, die gerade angefangen haben zu studieren und die ersetzen, die ihren Abschluss gemacht und die Uni verlassen haben.

In diesem Jahr gibt es neben der Versorgung durch mehrere Getränkewagen und einen weiteren Grillstand, bei dem es Unterstützung von der Lübecker Fachhochschule gibt, noch ein paar Neuerungen: Das Open Air findet dieses Mal wegen einer Baustelle nicht auf dem Campus zwischen Mönkhofer Weg und Ratzeburger Allee statt, sondern direkt vor dem Audimax, Mönkhofer Weg 245. „Dort wird auch noch ein Zelt aufgebaut, in dem ein paar DJs Elektro auflegen“, sagt Mirja Müller. „Das fängt dann alles etwas ruhiger an, und später wird aufgedreht.“ Ein ähnliches Konzept haben sich die Studenten auch für die Hauptbühne überlegt: Das Open Air beginnt mit ruhigem Folk aus Polen (Paula & Karol), dann wird es jazzig mit dem Schweden Daniel Norgren, später kann dann zu den Klängen der bayrischen Ska-Band The Prosecution richtig getanzt werden. „Wir haben versucht, verschiedene Musikrichtungen auszusuchen“, erklärt Mirja Müller die Bandauswahl.

„Wir sind zum einen nach unserem Musikgeschmack gegangen, zum anderen mussten wir natürlich auch schauen, wer bezahlbar ist, denn schließlich ist ja der Eintritt frei.“ Kontakte zu Band-Agenturen und zu den Betreibern des Lübecker Cafés Blauer Engel, wo auch des öfteren Bands live spielen, hat die Arbeit des Bookings erleichtert. „Wir bekommen sogar immer noch ständig E-Mails von Bands, die anfragen, ob sie auf dem Open Air spielen können“, sagt die 24-Jährige. Doch das alles sind Anregungen für 2014: Denn immer schon zum Start des Wintersemesters beginnen die Planungen für das nächste Open Air.

Aftershowparty ab 1 Uhr
Das Musikfestival Campus Open Air Lübeck, das zum insgesamt dritten Mal veranstaltet wird, beginnt am Freitag um 14 Uhr vor dem Audimax, Mönkhofer Weg 245. Mit von der Partie sind die Bands Kristoffer And The Harbour Heads, Thee Attacks, Daniel Norgren, The Prosecution, Mr. Serious & the Groove Monkeys, Paula & Karol sowie die DJs Labsklaus & Kaifisch und Lötlitze. Der Eintritt zu dem Festival ist frei. Ab 1 Uhr findet dann im Parkhaus in der Kanalstraße die große Aftershowparty „Campus Open House“ statt.

Lena Schüch

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