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Lübeck Sieben Türme als rosa Blütenpracht
Lokales Lübeck Sieben Türme als rosa Blütenpracht
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21:43 22.06.2018
Hans-Joachim Bahlmann, Stefanie Heintz und Niklas Zinnow von der Vorwerker Diakonie legen letzte Hand an die Bepflanzung des Lindentellers, der bis weit in den Herbst hinein die sieben Türme Lübecks zeigen wird. Quelle: Foto: Sabine Risch
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Es sieht hübsch aus. Rote Rizinusblätter und rosa Blüten ragen am weitesten in die Höhe, drumherum gesellen sich weiße Schmuckkörbchen, weißer Storchschnabel und rosa Salbei, den Rand bildet Zierkohl. Doch wer mit dem Fahrrad oder Auto den Lindenteller passiert, kann (noch) nicht unbedingt erkennen, was nun die sieben Türme sein sollen. Doch dann geht es mit Lukas Lambrecht und dem Hubsteiger des Bereichs Stadtgrün und Verkehr, der sonst überwiegend für Baumpflegearbeiten genutzt wird, weit nach oben. Aus 14 Metern Höhe sieht es schon ganz anders aus: Klar, die Rizinuspflanzen, die bis zu 1,50 Meter hoch werden, symbolisieren die Türme. Sechs sind im Kreis verteilt angeordnet, einer bildet die Mitte.

Jahr für Jahr entwirft Andreas Tilch vom Bereich Stadtgrün und Verkehr die Bepflanzung des Kreisverkehrs und des weiter Richtung Holstentor liegenden Holstentordreiecks. „Wir nehmen immer ein paar bewährte Pflanzen, wollen aber auch jedes Jahr etwas Neues ausprobieren.“ Dabei muss er genau berechnen, welche Pflanze wann blüht und wie hoch sie wächst. Das Pflanzkonzept setzt sich beim Holstentordreieck fort – nur in Form eines Halbkreises. „Diese bei Touristen sehr beliebten Sommerblumen dienen als Vordergrund für das klassische Holstentor-Foto“, sagt Tilch. Doch ein ansprechendes Bild am Entrée der Stadt, das sich vom Bahnhof bis zum Holstentor zieht, gefällt nicht nur Touristen, sondern auch Einheimischen.

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Zehn Mitarbeiter mit und ohne Behinderung der Vorwerker Diakonie haben die insgesamt 10715 Pflanzen Mitte Mai in die Erde gebracht, seitdem liebevoll und fachkundig betreut. „Eine Dame hat sich ausdrücklich bei uns bedankt“, erzählt Hans-Joachim Bahlmann vom Garten- und Landschaftsbau der Vorwerker Diakonie, der seit Jahr und Tag die Truppe anleitet. Auch von vielen anderen seien sie sehr positiv auf die sieben Türme angesprochen worden. Ungewöhnlich: der hohe Pflegeaufwand in diesem Jahr. Täglich mussten Bahlmann und die Mitarbeiter ausrücken, um zu wässern. „Das gab es in dieser Form noch nie“, sagt er. Bis in den Herbst hinein werden die sieben Türme und die sie umgebende strahlenförmig angeordnete Blütenpracht noch den Lindenteller verschönern.

sr