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Lübeck Silvester: Die gleiche Knallerei wie jedes Jahr
Lokales Lübeck Silvester: Die gleiche Knallerei wie jedes Jahr
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16:00 25.05.2019
Raketen und Böller begrüßen das neue Jahr. Die Silvesterknallerei in der Altstadt löst seit Jahren Debatten aus. Der Umweltausschuss der Stadt hat sich jetzt gegen Verbote oder ein zentrales Feuerwerk ausgesprochen. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Es darf weiter geballert werden wie bisher: Die Stadt verzichtet auf Maßnahmen gegen die Silvester-Knallerei in der Innenstadt. Drei Anträge von mehreren Fraktionen dazu fielen jetzt im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung durch.

Genervte Anwohner, verängstigte Tiere und Luftverschmutzung: Damit hatten Grüne, Unabhängige, Freie Wähler & GAL sowie die BfL argumentiert. Am rigorosesten wollte die BfL vorgehen. Vorsitzender Lothar Möller hatte ein Feuerwerksverbot beantragt. Sein Argument: In der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden und Anlagen sei Pyrotechnik ohnehin bereits gesetzlich untersagt. „Da durch Bedienung von Feuerwerkskörpern die Sicherheit für alle sich im Stadtgebiet befindlichen Menschen und Tiere nicht gewährleistet beziehungsweise die Gesundheit erheblich beeinträchtigt werden kann, soll zum Schutze aller Personen ein absolutes Feuerwerksverbot erlassen werden“, forderte Möller. Nur noch professionelle Feuerwerke sollten erlaubt sein.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume misst an zwei Stellen in Lübeck regelmäßig unter anderem Feinstaub. Die Tageswerte rund um Silvester 2018 zeigen, wie sich Feuerwerk auswirkt. Quelle: LN-Archiv

So weit wollten Grüne und Unabhängige nicht gehen. Sie regten ein zentrales Feuerwerk in der Innenstadt an – genauso wie in Travemünde. Bürgerschaftsmitglied Thorsten Fürter (Grüne): „Wir sprechen uns bewusst nicht für ein stadtweites Verbot aus. Mit einem zentralen öffentlichen Feuerwerk im Innenstadtbereich wollen wir eine gute Alternative schaffen. Das könnte viele dazu bringen, auf eigenes, privates Böllern zu verzichten.“ Schon dadurch könnte die Belastung durch Feinstaub und Lärm reduziert werden.

Freie Wähler & GAL beantragten sogar nur Informationen zu dem Thema. Die Verwaltung sollte berichten, „wie andere Städte erfolgreich private Feuerwerke reduzieren.“

Doch eine Mehrheit im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, angeführt von SPD und CDU, wollte das alles nicht. Alle drei Anträge wurden abgelehnt.

dor

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