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Lübeck Das ist das neue Konzept für den Flughafen in Lübeck
Lokales Lübeck Das ist das neue Konzept für den Flughafen in Lübeck
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20:27 10.04.2019
Vom Lübecker Flughafen soll bald wieder der Passagierverkehr starten. Quelle: Agentur 54°
St. Jürgen

Bei der Vollversammlung der IHK Lübeck präsentierte Professor Dr. Jürgen Friedel, Geschäftsführer der Lübecker Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG, die Zukunftspläne des Betreibers für den Airport in Blankensee.

Vorbereitet werde zurzeit die Wiederaufnahme des Passagierverkehrs. „Die Region hat Potenzial, der Flughafen gute Perspektiven“, sagte Friedel. „Wir werden den Standort zielgerichtet und konsequent entwickeln.“ Die Übernahme des Airports durch eine nicht an Entscheidungen der Politik oder eines Aufsichtsrats gebundene Privatperson sei dafür vorteilhaft. „Unser Konzept sieht vor, dass wir Mobilität für die Region Lübeck entwickeln. Besonders mit der Qualität unserer Dienstleistungen wollen wir punkten: gute Erreichbarkeit, kurze Wartezeiten, moderne Infrastruktur und exzellenter Service“, so Friedel.

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Drei Geschäftsfelder

Der Flughafen konzentriere sich zukünftig auf drei Geschäftsfelder. Ganz oben stehe der Passagierverkehr, den es etwa ab Mitte 2020 wieder geben soll. Die Akquise bei Fluggesellschaften laufe. Mit der eigenen „Lübeck Air“ werde die Stöcker Flughafen GmbH das Angebot ergänzen. Zwei Maschinen habe das Unternehmen bereits, ein weiterer Kauf ist in Planung. Zudem sondiere die Gesellschaft im chinesischen und russischen Markt, um Angebote für einen „Gesundheitstourismus“ zu entwickeln.

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100 000 Quadratmeter für Gewerbe

Die Lübecker wollen ihre Dienstleistungen für Geschäftsreisende ausbauen, ihre Flugzeuge vermieten sowie die Wartung der Kunden-Maschinen und die Nutzung der Hangars anbieten. Zudem wolle das Team die Standortentwicklung und damit die Ansiedlung flughafenaffiner Gewerbe auf dem Gelände vorantreiben. Bis zu 100 000 Quadratmeter will das Unternehmen vermieten.

Neues Terminal geplant

Geplant sei ein neues Terminal mit einem Dach in Form einer Ostseewelle. Außerdem will die Stöcker Flughafen GmbH mehrere Hangars bauen, in denen auch Flugzeuge mit einer Größe des Typs Boeing 737 Platz haben. Präses Friederike Kühn sagte dem Geschäftsführer die Begleitung des Vorhabens durch die IHK zu. „Der Flughafen ist eine wichtige Verkehrsinfrastruktur im Nordosten der Metropolregion Hamburg. Wir begrüßen es sehr, dass ein Unternehmer die Initiative zum Erhalt und Ausbau des Airports ergriffen hat“, sagte sie.

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LN/RND